Eurofighter von

Republik sieht Schaden
von bis zu 1,1 Milliarden Euro

Das Verteidigungsministerium hat Anzeige wegen Betrugsverdachts erstattet

Eurofighter © Bild: APA-FOTO: OTS/EUROFIGHTER GMBH/MARKUS ZINNER

Über die vergangenen Jahre sind eine Menge Verdachtsmomente in der Causa Eurofighter zusammengekommen. Und Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil von der SPÖ macht nun Nägel mit Köpfen.

Das Verteidigungsministerium hat heute, Donnerstag, bei der Staatsanwaltschaft Wien eine Strafanzeige wegen Betrugsverdachts eingebracht. Die Vorwürfe richten sich gegen zwei Eurofighter-Firmen: die Airbus Defence and Space GmbH, die früher EADS Deutschland geheißen hat, und die Eurofighter Jagdflugzeug GmbH.

Ohne „Täuschungshandlungen“ durch diese Firmen hätte sich die Republik Österreich im Jahr 2003 nicht für den Ankauf der Eurofighter, sondern für die im Betrieb günstigeren Gripen-Jets von SAAB entschieden, lautet der Kernvorwurf. Der Schaden für die Republik wird mit mindestens 183,4 Millionen Euro beziffert. Die mögliche Obergrenze beträgt derzeit 1,1 Milliarden Euro, kann sich durch zukünftige Mehraufwendungen bei Betriebskosten aber sogar noch erhöhen. Die Republik Österreich hat sich via Finanzprokuratur dem Strafverfahren angeschlossen und fordert Schadenersatz.

Alle Betroffenen haben sämtliche Vorwürfe immer zurückgewiesen. Airbus wollte laufende Verfahren in der Vergangenheit nicht kommentieren. Es gilt in vollem Umfang die Unschuldsvermutung.

Die Anzeige ist ein Zwischenergebnis der „Task Force Eurofighter“, die im Verteidigungsministerium das Thema aufarbeitet, unter Doskozil ihre Arbeit intensiviert und zuletzt auch renommierte Berater aus dem In- und Ausland beigezogen hat. News wird in seiner aktuellen Ausgabe ausführlich berichten.

Live-Stream zur Pressekonferenz mit Doskozil:

Kommentare

Laleidama

Herr Waltenstein hatte bereits vor Jahren gesagt , ihm sind keine Gespräche mit Lobbyisten mehr erinnerlich.....Anzunehmen , es wird wie im HYPO Prozess sein, wehe einer singt.....

Oliver-Berg

Es wäre besser gewesen das Bundesheer hätte 2 Staffel Transporthubschrauber und 2 Staffeln Kampfhubschrauber bestellt, das hätte nicht mal die Hälfte gekostet und wir hätten für den Katastropheneinsatz ordentliche Transporthubschrauber und für den Grenzschutz flexible Kampfhubschrauber. Das hat halt keiner der 164 Soldaten im Generalsrang der Politik verklickern können und wollen.

Oliver-Berg

Übrigens, wir brauchen auch keine SAAB Gripen Jets. Österreich ist so klein, dass ein Jet, der mit Mach 2 über Österreich von Ost nach West überfliegt dafür eine knappe halbe Stunde benötigt und wenn von Nord nach Süd geflogen wird, gar weniger als eine Viertelstunde. Bis da Alarm gegeben wird ist der feindliche Flieger schon wieder weg.

Oliver-Berg
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Jeder Insider wusste, dass Bestechungsgelder im Spiel waren. Es gibt ja eine Klausel, in dem ganzen Vertragswerk, die beinhaltet, dass im Fall des Nachweises von Bestechungsgeldern, der Vertrag rückabgewickelt werden kann. Warum die SPÖ erst mit Minister Doskozil ernst macht, weiss nur die Parteizentrale der SPÖ.

RobOtter
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Na vielleicht weil es mehr als einen Verdacht bedarf um aktiv werden zu können?

parteilos melden

Porsche fahren und kein Geld für die Bremsbeläge ausgeben wollen und dann raunzen wenn das Service fällig ist.

Und jetzt ist der Verkäufer schuld.... typisch Politiker....
Wer klagt wegen dem Schweizer Franken eigentlich Österreich? Ist doch auch die EU schuld, dass sie die Griechen nicht überprüft haben...

RobOtter
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aha...

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