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Eurofighter: Ermittlungen
gegen Beamten bestätigt

News: Mann aus Wirtschaftsministerium soll interne Informationen preisgegeben haben

EADS-Eurofighter startet von Ladnebahn © Bild: Reuters/DENIS BALIBOUSE

Die Staatsanwaltschaft Wien ermittelt gegen einen Beamten aus dem Wirtschaftsministerium, der interne Informationen an die Eurofighter-Firma EADS weitergegeben haben soll. Ein entsprechender Bericht des Nachrichtenmagazins "News" wurde am Samstag bestätigt: "Es gibt Ermittlungen wegen des Verdachts des Amtsmissbrauchs", so eine Sprecherin der Anklagebehörde.

In einer ersten Befragung durch die Dienstbehörde im Ministerium hat der Mann unter anderem zugegeben, EADS im Jahr 2003 über die Verhandlungsstrategie des damaligen Wirtschaftsministers Martin Bartenstein in Bezug auf den Eurofighter-Gegengeschäftsvertrag informiert zu haben. Dies geht aus einem Aktenvermerk hervor, der News vorliegt.

News brachte die internen Erhebungen im Ministerium durch einen Bericht über einen EADS-Maulwurf Anfang März ins Rollen.

Die Eurofighter-Firma, die mittlerweile Airbus Group heißt, bleibt bei ihrer damaligen Stellungnahme, man habe keinen Spion beim Minister sitzen gehabt. Es habe sich um einen normalen Informationsaustausch gehandelt. Für alle Betroffenen gilt in vollem Umfang die Unschuldsvermutung.

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