Eurodisney baut Ferienanlage bei Paris:
5.000 Urlaubswohnungen für 1,8 Mrd. Euro

Geöffnet werden die ersten Wohnungen schon 2010 Die Anlage soll jährlich rund 850.000 Gäste anziehen

Eurodisney baut Ferienanlage bei Paris:
5.000 Urlaubswohnungen für 1,8 Mrd. Euro

Eurodisney will gemeinsam mit dem Freizeithotel-Betreiber Pierre & Vacances ein Ferienzentrum in der Nähe des Attraktionenparks in Seine-et-Marne bei Paris errichten. Das 1,8 Mrd. Euro teure Projekt soll bis 2010 verwirklicht werden und 9.000 Arbeitsplätze schaffen, gab Gerard Bremond, Geschäftsführer von Pierre & Vacances, am Dienstag bei einer Pressekonferenz bekannt.

Insgesamt 1,3 Mrd. Euro der Investitionen betreffen die Errichtung von Wohnhäusern und Appartements. Sie sollen durch den Vorverkauf an Privatinteressenten finanziert werden. Die übrigen 500 Mio. Euro betreffen Freizeiteinrichtungen, die von institutionellen Investoren finanziert werden sollen. Die neue Siedlung, an der Pierre & Vacance und Eurodisney zu je 50 Prozent beteiligt sind, soll insgesamt 5.000 Ferienhäuser und -wohnungen sowie 130.000 Quadratmeter Freizeiteinrichtungen umfassen, teilten die beiden Betriebe in einer gemeinsamen Aussendung mit.

Tropischer See für Gäste
"Mit einer Auslastung von 85 Prozent könnte das Feriendorf letztendlich 850.000 Kunden pro Jahr empfangen", betonte Bremond. Die ersten 2.300 Wohnungen auf einer Fläche von 183 Hektar Grund könnten bereits bis 2010 bezugsfähig sein. Geplant ist unter anderem die Errichtung eines auf 30 Grad Celsius geheizten Sees, der den Gästen ein ganzjähriges Badevergnügen erlauben soll. Das Urlaubsdorf soll für den Autoverkehr geschlossen bleiben und zahlreiche Sport- und Freizeitaktivitäten im Freien anbieten.

Disney Village
Eurodisney betreibt in dem Gebiet östlich von Paris außer dem Attraktionenpark Disneyland Paris auch das Vergnügungszentrum Disney Village sowie Hotels einen Golfplatz und Kongresszentren. Im abgelaufenen Geschäftsjahr (per 30. September 2006) erwirtschaftete Eurodisney einen Umsatz von 1,088 Mrd. Euro (plus 4,5 Prozent) und einen Nettoverlust von 73,1 Mio. Euro. (apa/red)