Euro auf neuem Rekordhoch: Barroso hat keine Angst vor Höhenflug der Währung

Ein Dollar kostete am Freitag stolze 1,3683 Euro Devisenhändler: "Leute spielen mit großen Beträgen"

EU-Kommissionschef Jose Manuel Barroso ist Sorgen vor einem zu starken Höhenflug des Euro entgegengetreten. Barroso sagte, die Stärke der Gemeinschaftswährung sei ein Zeichen für die Stärke der europäischen Wirtschaft und signalisiere Vertrauen in den Wirtschaftsraum. "Wir denken nicht, dass der Euro zu stark ist." Obwohl eine starke Währung Exporte verteuern könne, müsse sich erst noch zeigen, ob es negative Auswirkungen für Ausfuhren gebe.

Der Euro ist derzeit so stark wie nie: Die Gemeinschaftswährung hat am Devisenmarkt den neuen Rekordstand von 1,3683 Dollar erreicht. Auch zum Yen stieg der Euro auf ein neues Rekordhoch. Grund für den Dollar-Rückgang waren enttäuschende Konjunkturdaten aus den USA. Die deutsche Exportwirtschaft reagierte gelassen auf die Verschlechterung ihrer Rahmenbedingungen.

Barroso hatte vor diesen Äußerungen an der New Yorker Börse (NYSE) gesprochen - unter anderem über die transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen. Die transatlantische Wirtschaft, verankert durch die Europäische Union (EU) und die USA, sei der "Motor globalen Wachstums" und für die weltweite Konjunktur unabdingbar, betonte Barroso.

"Die Leute spielen mit großen Beträgen", sagte ein Devisenhändler. Auch die Einsätze der Teilnehmer würden dabei immer höher. Gegen Pfund und Franken notierte der Euro kaum bewegt und gegen den Yen etwas fester. "Der Euro-Yen-Kurs markiert immer wieder neue Rekordhochs", so der Händler.

(apa/red)