Euro-Krise von

Troika gibt Gelder frei

Griechenland darf sich über neue Hilfszahlung von acht Milliarden Euro freuen

Euro-Krise - Troika gibt Gelder frei © Bild: APA/EPA/Saitas

Griechenland kann auf die nächste Hilfszahlung von acht Mrd. Euro hoffen. Die Finanzkontrolleure der Troika aus Europäischer Zentralbank (EZB), Internationalem Währungsfonds (IWF) und EU-Kommission stellten in einem Bericht fest, dass die Bedingungen erfüllt worden seien und empfahlen die Auszahlung der sechsten Tranche. Allerdings zeigte sich der IWF überaus skeptisch.

EU-Kreisen zufolge droht der Fonds sogar mit einer Blockade der Auszahlung. Die IWF-Experten in der Troika-Delegation hielten die Defizitprognosen von EU-Kommission und EZB für das hochverschuldete Land für zu positiv, sagte ein EU-Vertreter. Bei EU und EZB heißt es zwar auch, es gebe Mängel bei der Umsetzung des Sparprogramms. Die Regierung habe aber wichtige Fortschritte bei der Konsolidierung gemacht.

Auch Österreich gibt grünes Licht
Österreich machte unterdessen als erstes Euro-Land klar, dass es ohne den IWF einer neuen Milliardenhilfe nicht zustimmen werde. Finanzministerin Fekter sagte, die Auszahlung der nächsten Tranche werde sie nur unterstützen, wenn auch der IWF dies empfehle.

Eine positive Bewertung der Haushaltssanierung durch die gesamte Troika ist Voraussetzung für die Auszahlung der sechsten und letzten Hilfstranche aus dem 110 Mrd. Euro großen Hilfspaket für Griechenland, das im Mai 2010 vereinbart wurde. Ohne dieses Geld droht dem Euro-Land im November die Zahlungsunfähigkeit. Der Bericht der Troika wird den Finanzministern der Euro-Zone bei ihrem Treffen am Freitagnachmittag vorliegen.

Weiter Differenzen über EU-Rettungsschirm
Das Tauziehen um die Ausweitung des Euro-Rettungsschirms geht unterdessen weiter. Die umstrittene Aufnahme von Hebelinstrumenten in die Leitlinien für den Euro-Rettungsfonds EFSF bleibt weiter in der Schwebe.

Deutschlands Finanzminister Schäuble räumte am Donnerstag in Berlin ein, dass eine Einigung über die künftige Ausgestaltung des EFSF noch ausstehe. In Berlin stritten die Parteien über die Frage, ob ein Hebelmechanismus für den Rettungsfonds die Zustimmung des gesamten Bundestags erfordert. Ein Knackpunkt bei den Verhandlungen sei derzeit die Frage, wie die Mittel im Euro-Rettungsfonds eine größere Wirkung zum Schutz des Euro erzielen können, ohne dass die Euro-Länder weitere Milliardengarantien geben müssen. Hier suchen Deutschland und Frankreich seit Tagen nach einer gemeinsamen Linie.

Frankreich will den Fonds mit einer Banklizenz ausstatten, damit dieser sich Geld bei der Europäischen Zentralbank leihen kann. Dieses Modell lehnt Deutschland ab. Bundeskanzlerin Merkel sagte eine Regierungserklärung zur Euro-Rettung ab und begründete das damit, dass sich Frankreichs Präsident Sarkozy "keinen Millimeter" bewegt habe, obwohl sie alternative Vorschläge gemacht habe.

Kommentare

Sind wir alle wirklich so blöd? Wie lange lassen wir uns von den Politikern noch verarschen???

Griechenland ist pleite und kann weder seine Pensionen auszahlen, noch an die Rückzahlung laufender Kredite denken! Als "Lösung" gibt man ihnen noch weitere Kredite????
Noch höhere Schulden sollen die Lösung sein???

So etwas kann man nicht einmal einem Volksschüler in der 3. Klasse erklären!

8 Milliarden Euro Und wieviel davon sieht der einfache Bürger der zur Zeit auf der Strasse steht ? Vermutlich nichts, denn die Banken werden alles abräumen um ihre Verluste zu decken. Eine Farce.

Seite 1 von 1