Euro-Krise von

Mehr und mehr Geld für Banken

DieEU geht davon aus, dass die Finanzinstitute deutlich mehr benötigen als angenommen

Euro-Krise - Mehr und mehr Geld für Banken © Bild: apa/dpa/dedert

Die Banken brauchen 80 Milliarden Euro. Zu diesem Schluss kommt die Europäische Union. Einem Bericht zufolge gehe diese Einschätzung auf eine Bewertung der Europäischen Bankenaufsicht EBA zurück. Im Sommer hatte die EBA nach ihren Stresstests den Finanzbedarf der acht dabei durchgefallenen Banken noch auf 2,5 Mrd. Euro geschätzt.

Nun wurde noch einmal genau nachgerechnet. Dem Bericht zufolge hat dabei deutlich höhere Abschreibungen auf die Anleihen hoch verschuldeter Staaten, vor allem Griechenlands, angesetzt. Dagegen habe die Behörde den mittlerweile gestiegenen Marktwert der Staatsschulden etwa Deutschlands und Großbritanniens gesetzt.

Mit ihrer Einschätzung zum Finanzbedarf bliebe die EBA damit aber deutlich unter der Schätzung anderer Experten: Die US-Investmentbank Goldman Sachs etwa hatte den Finanzbedarf europäischer Banken kürzlich mit 298 Mrd. Euro beziffert. Mit der Rekapitalisierung von Banken beschäftigen sich am Wochenende auch die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union bei ihrem Gipfeltreffen in Brüssel.