Euro-Krise von

Hoffen auf den Aufschwung

Nach dem schwachen Jahr 2011 ist erst mal keine Besserung in Sicht

Euro-Krise - Hoffen auf den Aufschwung © Bild: APA/DPA/Widmann

Die Eurozone rutscht nach Einschätzung der OECD in eine neue kurzfristige Rezession. Nach 2011 wird die Wirtschaftsleitung der 17 Euro-Staaten auch im nächsten Quartal schrumpfen. Der Konjunkturausblick der Industrieländerorganisation gibt erst für das zweite Quartal des kommenden Jahres Entwarnung.

Für das Gesamtjahr 2012 prognostizieren die OECD-Experte in der Eurozone ein Wirtschaftswachstum von 0,2 Prozent. In den Krisenstaaten bleibt die Lage allerdings düster. Für Italien wird ein Rückgang des Bruttoinlandsproduktes (BIP) um 0,5 Prozent prognostiziert. Portugal muss sogar mit einem Minus von 3,2 Prozent rechnen. Die Schätzung für Griechenland liegt bei minus 3,0 Prozent.

"Um die Ansteckungsgefahr in der Eurozone einzudämmen, muss der Europäische Rettungsfonds erheblich aufgestockt und die Europäische Zentralbank mit einbezogen werden", forderte Chef-Volkswirt Pier Carlo Padoan am Montag zur Vorstellung des Ausblicks in Paris. "Diese deutlich erhöhte Feuerkraft muss mit Reformen einhergehen, die fahrlässigem Verhalten entgegenwirken.