Euro-Krise Griechenland von

Merkel will Hellas helfen

Deutsche Bundeskanzlerin sichert Samaras die Unterstützung für Hellas zu

Im Zusammenhang mit der Euro-Schuldenkrise hat sich die deutsche Bundeskanzlerin Merkel gegen einen Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone ausgesprochen.

Sie forderte Athen auf, die Reform- und Sparzusagen einzuhalten. "Ich möchte, dass Griechenland Teil der Euro-Zone bleibt", sagte Merkel am Freitag in Berlin nach einem gut einstündigen Gespräch mit dem griechischen Ministerpräsidenten Samaras in Berlin.

Sie mahnte zugleich, dass Athen die Erwartungen der EU-Partner erfüllen müsse. Den Worten müssten auch Taten folgen. Vor Entscheidungen solle aber der Bericht der Troika für Griechenland abgewartet werden. "Das Einhalten von Verpflichtungen und Erwartungen wird dazu führen, dass auch Glaubwürdigkeit für die gesamte Euro-Zone zurückkehrt." Die Euro-Krise werde sich aber nicht mit einem einzigen Paukenschlag lösen lassen.

Niemand ist unschuldig
Samaras betonte, sein Land werde sehr bald die Ziele erreichen. "Wir sind ein sehr stolzes Volk, und wir mögen nicht, von geliehenem Geld abhängig zu sein." Sein Land benötige jetzt Chancen für Wachstum und "Zeit zum Atmen". Der konservative Politiker zeigte sich überzeugt, dass die Troika zu einer positiven Bewertung der griechischen Reformanstrengungen kommen werde.

Zur Verantwortung für die aktuelle Lage sagte Samaras: "Niemand ist unschuldig." Wachstum sei jetzt das wichtigste Rezept. Zudem sei er entschlossen, die konkreten Punkte zur Sanierung des Haushalts anzugehen. Er wolle dabei auch Steuerhinterziehung bekämpfen, sicherte Samaras zu. Er betonte: "Griechenland wird seine Verpflichtungen erfüllen, wir sind schon dabei." Er sei überzeugt, dass der im September erwartete Fortschrittsbericht der Troika aus Internationalem Währungsfonds, Europäischer Zentralbank und EU-Kommission zeigen werde, dass die neue Regierung sehr bald zu Ergebnissen führen werde. "Wir möchten sobald wie möglich aus der Krise heraustreten", sagte er. Vor dem Treffen hatte Samaras wiederholt gefordert, dem Land zwei Jahre mehr Zeit zur die Umsetzung der bis 2014 vereinbarten Reformen zu geben.

"Krise gemeinsam überwinden"
Merkel und Hollande hatten sich zuvor am Donnerstagabend in Berlin abgestimmt. Nach Angaben aus Teilnehmerkreisen haben sich die beiden Politiker bei ihrem Abendessen darauf verständigt, die Krise in der Eurozone "gemeinsam und entschlossen" zu überwinden. Man sei sich einig gewesen, dass Glaubwürdigkeit der Schlüssel zur Beendigung der Krise sei, hieß es.
Vorbereitungen auf Ausstieg

Unterdessen bereitet sich die deutsche Regierung offenbar konkret auf einen Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone vor. Wie die "Financial Times Deutschland" aus dem deutschen Finanzministerium erfuhr, befasst sich eine Arbeitsgruppe unter Leitung von Staatssekretär Thomas Steffen mit den Folgen eines möglichen Austritts für Deutschland und den gesamten Währungsraum. "Die Kollegen stellen Berechnungen über die finanziellen Folgen an und überlegen, wie sich ein Dominoeffekt auf die anderen Euro-Staaten verhindern lässt", hieß es im Ministerium.

Eigener Arbeitsstab
Ein Sprecher von Finanzminister Schäuble sagte der Zeitung: "Es gibt einen Arbeitsstab, der sich schwerpunktmäßig um die Staatsschuldenkrise kümmert." Es sei richtig, dass sich eine Regierung auf alle Szenarien vorbereite, auch auf unwahrscheinliche. Sollte Griechenland den Euro aufgeben müssen, kämen voraussichtlich Spanien, Italien, Portugal und möglicherweise auch Frankreich an den Finanzmärkten stark unter Druck. Die Arbeitsgruppe tage regelmäßig und vertraulich.

Kommentare

Man sei sich einig gewesen, dass Glaubwürdigkeit ..... ................... der Schlüssel zur Beendigung der Krise sei, hieß es.

dazu kann ich persönlich nur sagen: KEIN KOMMENTAR

Seite 1 von 1