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Keine Lust mehr auf die Euro

Immer mehr Fans wollen ihre Matchkarten auf dem Online-Schwarzmarkt losschlagen

FUSSBALL: …STERREICH - MALTA © Bild: APA/Eggenberger

Wenige Tage vor dem Eröffnungsspiel der Uefa Euro 2016 zwischen Gastgeber Frankreich und Rumänien im Stade de France wird es auf dem Ticketmarkt immer hektischer. Die anhaltende Angst vor Terroranschlägen sowie die landesweiten Streiks in Frankreich haben offensichtlich dazu geführt, dass immer mehr Fans ihre Tickets auf dem „Schwarzmarkt” losschlagen wollen. Jetzt setzt die Uefa auf ein neues Online-Tool, welches Fans davor schützen soll, bei unautorisierten und betrügerischen Händlern Matchkarten für die Euro 2016 zu erwerben.

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Der Haken beim Tickethandel: Wer zum Beispiel auf Ebay ein solches Ticket erworben hat, muss damit rechnen, dass er an den Stadioneingängen abgewiesen wird. Denn Verkauf, Tausch oder die Rückgabe von offiziellen Tickets sind nur über das offizielle Uefa-Ticketportal möglich. In den letzten Wochen wurden bereits tausende Matchkarten für ungültig erklärt, weil sie von bei der Uefa registrierten und namentlich bekannten Käufern auf dem Internet-Schwarzmarkt angeboten wurden.

Neues Tool gegen Betrug

Aktuell hat die Uefa vermehrt Webseiten identifiziert, auf denen solche illegale Tickets weiterhin angeboten werden. Darunter sind sowohl Einzelpersonen, die ihre nicht benötigten Tickets loswerden wollen. Zum Teil sind aber auch gefälschte Karten im Umlauf, warnen die Organisatoren vor Betrügern. Dagegen soll das neue Sicherheitstool helfen (https://www.brandsays.com/en/download/).

Mit dieser einfachen Browsererweiterung erhalten Ticket-Interessenten automatisch einen Warnhinweis, wenn sie auf einer Webseite landen, die unautorisiert Tickets für die Euro 2016 anbietet.

Tickets für drei Euro

Ob die Null-Toleranz-Politik der Uefa gegen Ticketbetrug tatsächlich greift, wird sich spätestens am jeweiligen Matchtag herausstellen. Jedenfalls sind noch genügend Karten im Umlauf, sowohl auf der offiziellen Uefa-Ticketbörse wie auch auf den diversen privaten Online-Tausch- und Kaufbörsen. Dort sinken die Ticketpreise für „Schlagerspiele” wie Rumänien gegen Albanien inzwischen ins Bodenlose: zwei Tickets für dieses Gruppenspiel am 19. Juni in Lyon sind angeblich bereits um drei (!) Euro zu haben, plus 15 Euro Versandspesen.

Auch für das Eröffnungsspiel zwischen Frankreich und Rumänien in der 80.000 Plätze-Arena von Saint Denis werden auf der offiziellen Uefa-Ticketbörse noch über 500 Karten der besten Kategorie angeboten. Dagegen sind die zwei ersten Gruppenspiele der österreichischen Nationalmannschaft gegen Ungarn (Dienstag, 14. Juni, in Bordeaux) und Portugal (Samstag, 18. Juni, in Paris) zumindest offiziell restlos ausverkauft.

Kommentare

Ivoir

Es ist ein Geschäft wie sie auch noch bei vielen anderen Events gehandhabt wird. Man kauft eine Anzahl Karten verschiedener Rangordnung und verkauft sie kurz vor Beginn an den Höchstbieter. Mit Fußball hat das außer dem Namen nichts zu tun. Dafür gibt es die Wettbüros falls diese nicht selbst hinter der Theke beim Kartenschwarzverkauf zocken.

Oliver-Berg
Oliver-Berg melden

Es gibt nichts schöneres als eine EM oder WM zu Hause, vor dem eigenen HD-Fernseher. Bier immer eingekühlt. Bequeme Sofaposition mit Freunden. Keine Angst vor Sreiks, die den Verkehr lahmlegen, überteuerte Hotels und Restaurants und keine Angst vor muslimischen Terroristen. Da hätten die Kartenbesitzer aber auch schon früher wissen können.

neusiedlersee melden


Doch, es gibt noch viel schöneres. Z.B. Kein Fußballspiel vor dem eigenen HD-Fernsehapparat anzuschauen. Muss man Ihnen Beispiele nennen, oder haben Sie eigene Ideen. Auch dabei braucht man sich nicht vor Streiks, Terroristen etc. zu fürchten. Ob man dazu Freunde braucht oder nicht ist Geschmackssache.


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