Fakten von

Euro 2016:
Die allerletzten Ticket-Chancen

Schlechte Aussichten für alle, die bei der UEFA-Verlosung kein Glück hatten

ÖFB-Team © Bild: APA/Roland Schlager

Der Mittwoch war für Tausende österreichische Fußball-Fans der Tag der Wahrheit: Sie erfuhren, ob ihnen das Glück bei der UEFA-Lotterie hold war und ihnen Tickets für die Europameisterschaft in Frankreich zugeteilt wurden. Für diejenigen, die dabei leer ausgegangen sind, gibt es jetzt nicht mehr viele Möglichkeiten.

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Über 300.000 Bewerbungen für EM-Tickets gingen aus Österreich ein, für die drei Vorrundenspiele gegen Ungarn, Portugal und Island wurden dem ÖFB jedoch nur rund 31.000 Karten zugeteilt. Klar, dass dabei viele auf der Strecke blieben. Zwar kündigte ÖFB-Präsident Leo Windtner an, bei der UEFA sowie den Verbänden der Vorrundengegner um zusätzliche Kontingente anzusuchen, allzu viel wird dabei aber nicht herausschauen.

Folglich gibt es für diejenigen, die bei der Verlosung leer ausgegangen sind, nur mehr drei Wege, doch noch an Karten zu kommen. Legal ist freilich nur einer davon, und zwar die offizielle Ticket-Tauschbörse der UEFA, die im März und April stattfinden wird. Dann können Kartenbesitzer, die in der ersten Verkaufsphase im vergangenen Jahr Tickets zugeteilt bekommen haben, diese zum Originalpreis verkaufen oder gegen Karten für andere Spiele tauschen.

Abgesehen von dieser Tauschbörse ist jede Weitergabe von Tickets in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der UEFA, denen jeder Käufer bei der Bestellung zugestimmt hat, strengstens verboten. Das gilt wohlgemerkt sowohl für den Verkauf als auch für das Verschenken von Karten. Nur Kartenbesitzer, die mehr als ein Ticket für ein Spiel zugeteilt bekommen haben, dürfen die übrigen weitergeben – und auch das nur maximal zum Originalpreis und nur, wenn sie auch selbst im Stadion dabei sind. Jeder Verstoß gegen diese Auflagen wird von der UEFA mit der Annullierung der Tickets sanktioniert.

Risiko Schwarzmarkt

Was freilich nicht heißt, dass der Schwarzmarkt nicht trotzdem blühen wird. Jeder, der sich auf diesem Weg Karten besorgt, muss freilich damit rechnen, dass ihm der Zutritt zum Stadion verweigert wird, wenn sein Name nicht mit dem auf den personalisierten Tickets übereinstimmt. Zusätzlich sind vor solchen Großereignissen auch immer Massen an gefälschten Tickets im Umlauf.

Die gleichen Gefahren gelten für den allerletzten Hoffnungsschimmer, doch noch ein EM-Spiel von Alaba und Co. live mitzuerleben: dem Kauf von Karten direkt am Spieltag vor dem Stadion. Schlechte Aussichten für Fans, die gestern nicht das erlösende Mai der UEFA erhalten haben.

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