Euro 2012: Splitter von

Ukrainische Kirche findet's affig!

Oberhaupt der orthodoxen Kirche vergleicht enthusiastische Fußballfans mit Affen

Euro 2012: Splitter - Ukrainische Kirche findet's affig! © Bild: Thinkstock.de

Dass etliche Glaubensgemeinschaften mit der Euphorie rund um die Europameisterschaft 2012 nicht viel anfangen können, war zu erwarten. Doch dass ein Oberhaupt der ukrainisch-orthodoxen Kirche gläubige Fußballfans als Affen betitelt, ist schon ein hartes Stück.

Das Oberhaupt der ukrainisch-orthodoxen Kirche in Kiew kann mit der Ekstase von Fußball-Fans nichts anfangen und hat diese mit Affen verglichen. "Die Kirche segnet die Raserei und Psychose, in die Menschen während eines Spiels fallen, nicht ab", erklärte Filaret der Nachrichtenagentur UNIAN. "Wenn man sich ihre Gesichter anschaut, sind sie nicht mehr menschlich. Sie schauen mehr wie Affen aus als wie Menschen. Es ist ein sündhafter Zustand, wenn ein Mann sich nicht mehr unter Kontrolle hat", erklärte der 83-Jährige.

60 Bulldozer machens den Fans schwer
Fans auf dem Weg zum Spiel zwischen Spanien und Kroatien in Danzig könnten vor unüberwindlichen Hindernissen gestanden sein. Rund 60 Bulldozers und Bagger blockierten die Hauptzufahrtsstraße zum Stadion, um gegen ausstehende Bezahlung zu protestieren. Die lokalen Behörden waren auf der Suche nach Ausweichrouten für die blockierte Slowackiego Avenue, GPS-gesteuerten Autofahrern drohte aber einige Verzögerung.

Griechen schauen kein Deutschland-Spiel
Das Gros der griechischen Nationalmannschaft hat den 2:1-Sieg des künftigen Viertelfinal-Gegners Deutschland gegen Dänemark nicht via TV verfolgt. "Viele haben Holland gegen Portugal geschaut. Das war spektakulärer. Oder die Parlamentswahlen in der Heimat verfolgt", bekannte Abwehrspieler Ioannis Maniatis. Von fehlendem Respekt vor der DFB-Elf könne dennoch keine Rede sein: "Wir spielen gegen eines der besten Teams bei dieser Euro. Sie sind Favorit, aber wir haben unsere Chance."

Angela Merkel hat keine Zeit für Fußball
Die deutsche Nationalmannschaft muss am Freitag beim Viertelfinale gegen Griechenland in Danzig wahrscheinlich auf ihren prominentesten Fan verzichten. Kanzlerin Angela Merkel wird es voraussichtlich nicht ins Stadion schaffen. "Dann müsste sie sich schon hinbeamen", sagte der stellvertretende Regierungssprecher Georg Streiter. Die CDU-Politikerin ist demnach am Freitag in Rom und trifft sich mit Italiens Regierungschef Mario Monti. "Sie kann viel, aber ob sie das kann, weiß ich nicht", sagte Streiter weiter.

Rekord bei Grenzüberschreitung
In den 24 Stunden von Sonntag auf Montag hat die Ukraine einen Rekord an Grenzübertritten gezählt. 330.000 Menschen in 65.000 Fahrzeugen sind nach Angaben der staatlichen Grenzbehörden die Urkaine ein- oder ausgereist. 64 Fußball-Fans mit Matchkarten wurden durchgewunken, obwohl ihre Reisepässe nicht alle nötigen Bewilligungen hatten. Vier Menschen ist die Einreise verweigert worden, weil sie nicht nachweisen konnten, dass sie zu den Spielen gehen.

Teure Unterhose
Der Däne Nicklas Bendtner muss für seine Werbe-Aufschrift auf der Unterhose schwer büßen. Die Europäische Fußball-Union hat den Nationalspieler am Montag wegen Verstoßes gegen die UEFA-Richtlinien zu einer Sperre von einem Pflichtspiel und einer Geldstrafe in der Höhe von 100.000 Euro verurteilt.

Mega-Quote in Deutschland
27,65 Millionen Zuschauer haben im deutschen Fernsehen den 2:1-Sieg der deutschen Nationalelf gegen Dänemark gesehen - das ist die bisher höchste Einschaltquote bei der diesjährigen Europameisterschaft. Der Marktanteil der ARD lag bei 74,2 Prozent. Für das Spiel gegen die Niederlande (2:1) hatten die Medienforscher 27,28 Mio. Zuschauer und einen leicht höheren Marktanteil von 74,8 Prozent ermittelt.

Mehr TV-Zuseher als bei der Papst Beerdigung
Wie kein anderes Ereignis seit dem Tod von Papst Johannes Paul II. haben die Spiele der polnischen Mannschaft bei der EM die Fernsehzuschauer des Co-Gastgeberlandes in ihren Bann gezogen. Das Spiel Polen-Russland sahen 18,8 Millionen Fernsehzuschauer, berichtete die "Gazeta Wyborcza" am Montag. Die Beerdigung des polnischen Papstes im Jahr 2005 hatten 18,5 Millionen Polen vor dem Fernseher verfolgt. Spitzenreiter in der Zuschauergunst bleibt allerdings Adam Malysz: Im Jahr 2002 beobachteten 20,6 Millionen Polen vor dem Fernseher seinen Sprung zu Olympia-Gold.

Trikots der DFB-Elf gehen weg wie heiße Semmeln
Fußballtrikots sind der Modehit des deutschen Frühsommers. Dabei liegt logischerweise das deutsche Nationaltrikot weit vorn. Acht der zehn meistverkauften Trikots seien aktuelle EM-Shirts der DFB-Elf, teilte das Marktforschungsunternehmen Media Control mit. Das beliebteste Spieler-Jersey ist das mit dem Namen Lukas Podolski. Es folgen Thomas Müller und Mesut Özil. Das Trikot der Italiener ist in Deutschland das meistverkaufte einer ausländischen Nationalelf.

Belgische Fans sind wieder zu mieten
Belgische Fans offerieren wieder ihre Dienste. Unter dem Namen "Belgian soccer fans for sale for Euro 2012" bieten sie ihre Fandienste an. "Zweite Hand, aber in gutem Zustand. Nicht benutzt seit der WM 2002", schreiben sie mit Verweis auf die letzte Teilnahme ihrer "Roten Teufel" bei einem großen Turnier. Bis am Donnerstag können auf ebay Angebote gemacht werden. Das höchste beträgt bisher rund 17 Euro. Für ihr erstes Engagement erhielten die belgischen Söldner 3.000 Euro - von den bereits ausgeschiedenen Niederländern. Der Betrag geht vollumfänglich an das Kinderhilfswerk UNICEF.