EURO 2012 Splitter von

Österreich im EURO-Viertelfinale

Nicht als Nationalelf aber wenigstens als Eskorte für Portugal und Tschechien

EURO 2012 Splitter - Österreich im EURO-Viertelfinale © Bild: GEPA/Walgram

Schön zu hören, dass auch Österreicher bei der Euro 2012 vertreten sind. Nicht nur als Zuseher in den Stadien, sondern live dabei, sind Julian, Patricia und Benedikt. Sie eskortieren die ganz Großen auf den Rasen und sehen das Stadion wie kein anderer Österreicher: nämlich aus der Spielfeldperspektive.

Österreich ist im Viertelfinale der Fußball-EM vertreten. Julian Reiter (7 Jahre, Steiermark), Patricia-Chiara Kristo (8, Wien) und Benedikt Aichinger (6, Kärnten) werden als Teil der Fußball Eskorte einer Fast-Food-Kette beim Viertelfinalspiel Portugal gegen Tschechien am Donnerstag mit den Fußballprofis Hand in Hand ins Warschauer Stadion einlaufen. Die Kinder wurden aus zahlreiche Bewerbungen ausgelost.

Süße Attacke gegen den Pressechef
Mit einer Tortenattacke hat sich eine ukrainische Feministin für ihre vorübergehende Festnahme im EM-Spielort Donezk gerächt. "Femen zieht jeden verlogenen Abschaum unabhängig von Status und Rang zur Verantwortung", rief Inna Schewtschenko von der für ihre Nacktproteste bekannten Gruppe Femen in Kiew. Die Torte traf den Pressechef des Innenministeriums, Wladimir Polischtschuk. Femen wirft der Behörde Lüge vor. Nach eigenen Angaben waren drei Aktivistinnen entführt und misshandelt worden, die zum Spiel Ukraine - Frankreich am vergangenen Freitag eine Protestaktion planten. Das Ministerium sprach von einer Befragung.

"Meikel Ballock" macht England den Fußballexperten
Seine TV-Kollegen im Studio von ESPN in Bristol (Connecticut/USA) nennen ihn "Meikel Bollock". Der frühere Kapitän der deutschen Nationalmannschaft gehört zur Experten-Crew des US-Kabelsenders für die Fußball-EM. Michael Ballack analysiert, resümiert, kritisiert in überzeugendem Englisch. Und er hält - wie es sich für einen 98-fachen Nationalspieler gehört - auch tausende Kilometer von der Heimat entfernt die schwarz-rot-goldene Fahne hoch. Bereits vor Turnierbeginn hatte sich der 35-Jährige auf einen 3:1-Finalsieg gegen Frankreich festgelegt. Einen neuen Verein hat Michael Ballack noch nicht, dafür aber diesen lukrativen Ferienjob. Verbale Zweikämpfe liefert er sich mit seinem Analyse-Partner Alexis Lalas. Im Viertelfinale zwischen Deutschland und Griechenland kommt es zum direkten Duell, hat der 96-fache US-Nationalspieler doch einen griechischen Vater.

Höchster Respekt für "Green Boys"-Fans
Die Mannschaft schied nach drei Pleiten frühzeitig aus - Irlands Anhänger gehören bei der Fußball-EM aber zu den großen Gewinnern. Nach der Partie gegen Italien zollte sogar der Gegner den "Fans in Green" höchsten Respekt. "In meiner kurzen Zeit als Trainer habe ich noch nie so starke Emotionen empfunden wie beim Abspielen der Hymne. Das ist ein fantastisches Publikum", betonte Azzurri-Coach Cesare Prandelli. Die irischen Fans hatten während Italiens Hymne euphorisch mitgeklatscht. Die Geste veranlasste den italienischen Verband zu einer offiziellen Stellungnahme. "Ich danke allen Fans, die vor dem Spiel bei unserer Hymne mitgeklatscht haben." Irlands Spieler rollten nach dem Italien-Spiel auf dem Feld ein Dankes-Plakat aus: "Thank you best supporters in the world."

Ein Rüssel für Griechenland
Ein Rüssel, vier Stampferbeine und kein Herz für Griechenland: EM-Orakel Nelly hat Deutschlands Gegner im Viertelfinale am Freitag das EM-Aus vorausgesagt. Die Elefantendame kickte den Ball am Dienstag ins griechische Tor - und prophezeite somit einen Sieg für Joachim Löws Team, wie der Serengeti-Park im Hodenhagen (Niedersachen) mitteilte. Bisher bewies Nelly immer den richtigen Rüssel: Auch die Siege gegen Portugal, die Niederlande und Dänemark sagte die Elefantin voraus - sie schickt sich damit an, legitime Nachfolgerin des WM-Orakels von 2010 zu werden. Der Krake Paul hatte bei allen deutschen Spielen richtig gelegen; zur EM sind nun etliche Tierparks und Zoos auf den PR-Zug aufgesprungen und haben ihrerseits Orakel ins Rennen geschickt - mit meist mäßigem Erfolg.

Teure Fans
Der kroatische Fußballverband muss wegen des neuerlichen Fehlverhaltens einiger Fans eine Geldstrafe von 80.000 Euro zahlen. Das teilte die Europäische Fußball-Union (UEFA) am Dienstag mit. Beim 1:1 im EM-Gruppenspiel gegen Italien am vergangenen Donnerstag in Posen hatten kroatische Fans rassistische Gesänge angestimmt, rassistische Symbole gezeigt sowie Feuerwerkskörper gezündet.