EURO 2008 treibt die Inflation in die Höhe:
Zusätzlich 0,4 % Preissteigerung im Juni

Gastronomie & Tourismus werden Inflation ankurbeln Normalisierung der Lage voraussichtlich nach der EM

EURO 2008 treibt die Inflation in die Höhe:
Zusätzlich 0,4 % Preissteigerung im Juni © Bild: dpa/Frank

Die Euro 2008 wird laut einer Studie der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) die Juni-Inflationsrate im Maximum um 0,4 Prozentpunkte antreiben, berichtet die "Wiener Zeitung". "Die Fußball-Europameisterschaft wird die Beherbergungs- und Gaststättenpreise in den vier Austragungsstädten vorübergehend in die Höhe treiben; auf die Gesamtinflationsrate wird der Effekt im Juni 2008 ein Maximum von 0,4 Prozentpunkten erreichen", so die OeNB wörtlich.

Bei den Berechnungen handle es sich um realistische, durchschnittliche Preissteigerungen. So werde bei Hotels mit einem Anstieg von zehn Prozent gerechnet, bei Verpflegungsdienstleistungen wird ein Plus von drei Prozent erwartet. Da sich diese Zahlen auf ganz Österreich beziehen und Durchschnittswerte sind, werde es in den vier Spielstätten (und dort in zentralen Lagen) wesentlich extremere Auswirkungen geben, heißt es aus der OeNB.

Inflation wird sich nach EM wieder normalisieren
Nicht enthalten seien in dieser Studie jedoch die ungleich höheren Preise in den offiziellen Fanzonen, die in den nächsten Wochen von tausenden Fans bevölkert sein werden. Temporäre Sachen könnten beim Verbraucherpreisindex nicht berücksichtigt werden, dafür gebe es keinen statistischen Titel. Eine "Inflationsrate für Fußballfans" müsste deshalb noch deutlich höher angesetzt werden. Die Fanmeilen würden sich jedoch indirekt niederschlagen, da sich umliegende Betriebe dem Preisniveau anpassten.

Die Nationalbank-Experten gehen in ihrer Berechnung aber davon aus, dass der "Preis-Spuk" nach der EM vorbei sein wird: "Bei der Euro 2004 in Portugal und der WM in Deutschland hat es sich nachher auch wieder normalisiert."
(apa/red)

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