Europawahl 2014 von

EU-Wahl: Knappes Rennen um Platz 1

SPÖ und ÖVP rittern laut Umfragen um meiste Stimmen. Platz drei vermutlich an FPÖ.

EU-Wahlplakat © Bild: APA/Herbert Neubauer

Die Umfragen der vergangenen Monate lassen keinen klaren Schluss auf die Nummer 1 bei der EU-Wahl am 25. Mai zu. Glaubt man den Demoskopen, so wird es zwischen ÖVP und SPÖ sehr knapp. Platz drei dürfte hingegen an die FPÖ vergeben sein. Die Grünen kämpfen mit den NEOS um Platz vier. Von den Kleinparteien hat Europa Anders noch die besten Chancen - ein Einzug wäre aber dennoch eine Überraschung.

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In den Erhebungen seit Februar pendeln SPÖ und ÖVP zwischen 21 und 26 Prozent, mit mehrmals wechselnden Positionen. Auch die jüngsten Umfragen deuten auf ein knappes Ergebnis hin, so lag etwa die ÖVP bei der Umfrage von Peter Hajek für ATV vom 15. Mai bei 26 Prozent, die SPÖ bei 25 Prozent. Auch eine market-Umfrage vom 14. Mai zeigt ein Kopf-an-Kopf-Rennen und weist für die ÖVP 22 und die SPÖ 23 Prozent aus - allerdings nur knapp vor der FPÖ, die hier auf 21 Prozent kam.

Die Bandbreite der Zustimmung hat sich laut den Erhebungen seit Februar für SPÖ und ÖVP auch nicht stark geändert. Bei einer Karmasin-Umfrage für das Magazin "profil" im Februar kam die ÖVP etwa auf 22 Prozent, die SPÖ wurde mit 23 Prozent ausgewiesen.

Leichter Trend für FPÖ

Einen leichten Trend kann man für die FPÖ ablesen. Während die Umfragen die Freiheitlichen bis Ende März bei etwa 22 Prozent sahen, so weisen die Erhebungen seit April die Partei eher bei 20 aus - eventuell ein Hinweis darauf, dass die Querelen um den ehemaligen Spitzenkandidaten Andreas Mölzer (die schließlich mit der Übernahme der Spitzenkandidatur durch Harald Vilimsky endeten) doch auch Einfluss auf die Wählerstimmen haben könnte.

Der Kampf um Platz vier ist allem Anschein nach noch offen. Grüne und NEOS bewegen sich zwischen zehn und 16 Prozent. Die jüngsten Umfragen im Mai zeigen zwar einen leichten Vorteil für die Grünen, bei der neuesten Hajek-Umfrage liegt der Vorsprung mit 12 zu 11 Prozent allerdings nach wie vor denkbar knapp.

Kleinparteien schaffen Einzug vermutlich nicht

Die Kleinparteien dürften laut aktuellen Umfragen den Einzug ins EU-Parlament nicht schaffen. Die gesetzliche Hürde für ein EU-Mandat liegt bei vier Prozent - damit ist aber ein Sitz in Straßburg aufgrund der Wahlarithmetik noch lange nicht sicher, benötigt werden knapp fünf Prozent.

Am ehesten noch Chancen hat laut derzeitigem Stand wohl das Wahlbündnis "Europa Anders" (aus KPÖ, Piraten und der Partei "Der Wandel"). Die Demoskopen wiesen die Partei zuletzt mit bis zu drei Prozent aus. Ein Einzug gilt unter Meinungsforschern zwar nicht als ausgeschlossen, wäre aber eine große Überraschung. Keine Chancen haben laut den Experten das BZÖ sowie die REKOS-Liste von Ewald Stadler.

Nicht nur die Meinungsforscher, auch der Wettanbieter William Hill sieht ÖVP und SPÖ gleichauf. Die Quoten für einen Tipp auf einen Wahlsieg von Rot oder Schwarz liegen jeweils bei 2,25. Wer auf die FPÖ setzt, bekommt seinen Wetteinsatz mal 3,75 retour. Für einen Wahlsieg der Grünen oder der NEOS gibt es gar eine Quote von 101.

Kommentare

Robert Cvrkal

Über Sieg oder Niederlage wird die Wahlbeteiligung entscheiden und ob es JEMANDEN gelingt die größte Gruppe, die angefressenen Wahlverweigerer mit Argumenten wie "Fallen die kritischen Gruppen aus dem EU-Parlament" dann kann mangels Information das Volk noch leichter hinters Licht geführt werden doch zur Stimmabgabe bewegt werden.

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