Europawahl 2014 von

EU-Wahl: NEOS blicken nach vorne

Parteichef Strolz: "Sind extrem lernfähig." Spitzenkandidatin Mlinar zufrieden.

Angelika Mlinar und Matthias Strolz bei einer Pressekonferenz. © Bild: APA/Helmut Fohringer

Die NEOS blicken einen Tag nach der EU-Wahl demonstrativ nach vorne. "Wir sind extrem lernfähig", kündigte Parteiobmann Matthias Strolz am Montag bei einer Pressekonferenz Konsequenzen aus dem unter den Erwartungen gebliebenen Ergebnis an. Auch Spitzenkandidatin Angelika Mlinar gab sich erneut gewohnt offen: "Wir sind mit unserem Wahlergebnis zufrieden, aber nicht ganz glücklich."

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"Ein Tag nach der Wahl ist ein Tag vor der Wahl", lenkte Strolz den Fokus auf die kommenden Urnengänge. Bereits am Montag hatten die NEOS zwei Gremiensitzungen auf der Agenda, bei der das Wahlergebnis analysiert werden soll. Eines sei nach dem Sonntag jedenfalls klar: "Der Hype ist vorbei und das ist gut so." Potenzial sei dennoch zur Genüge vorhanden. Strolz: "Diese Lernfähigkeit und die steile Lernkurve sollten uns auch zu neuen Wahlsiegen verhelfen."

Auch im Detail sieht Strolz viel Hoffnung im Wahlergebnis der NEOS. So sei man auch in ländlichen Regionen gut angekommen, die Hürde für den Einzug in die Landtage sei in allen Bundesländern bewältigt worden. Strolz ist dennoch klar, dass sich das Ergebnis der Europawahl nicht so einfach auf kommende Landtagswahlen umlegen lassen kann. Jetzt gelte es, den Fokus wieder auf die selbst definierten Kernthemen Bildung und Pensionen zu richten. "Wir dürfen uns nicht auf Nebenschauplätze zerren lassen", so Strolz.

Keine Frau mehr im Nationalrat

Mlinar will sich nun auf ihre Arbeit im EU-Parlament konzentrieren. Eine erste Initiative betrifft ein Rederecht für Europaparlamentarier im österreichischen Nationalrat, wobei sie sich von ÖVP-Spitzenkandidat Othmar Karas unterstützt sieht. Auch das schon im Wahlkampf geforderte europäische Datenschutzrecht sowie die Abhaltung eines EU-Verfassungskonvents will sie durchsetzen. Im Nationalrat wird für Mlinar der Gastronom Sepp Schellhorn nachrücken. Das dadurch verschärfte Frauenproblem bei den NEOS will Strolz langfristig bekämpfen, denn: "Wir sind ein emanzipiertes Projekt."

Kommentare

Das Mlinar nach Brüssel geht ist noch nicht entschieden. Man sagt ihr, dass nur ihre katastrophale Performance das 2. Mandat gekostet hat, und sie solle deswegen zugunsten von Stefan Windberger verzichten.

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