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EU-Wahl hat begonnen: Wahllokale in Niederlanden und Großbritannien geöffnet

EU © Bild: Thinkstock

Mit den Niederlanden und Großbritannien hat am Donnerstag in zwei europaskeptischen Ländern die viertägige Wahl zum EU-Parlament begonnen. In beiden Ländern wird mit einem Erfolg der Rechtspopulisten gerechnet. In Großbritannien führte die nationalistische UKIP mit über 30 Prozent die Umfragen an. In den Niederlanden lag die Partei des Rechtspopulisten Geert Wilders in Umfragen auf Platz zwei.

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Ersten Aufschluss über das Abschneiden der Wilders-Partei dürfte die Nachwahl-Befragung ergeben, die kurz nach Schließung der Wahllokale um 21.00 Uhr erwartet wird. In Großbritannien ist keine Veröffentlichung von Prognosen geplant. Auszählungsergebnisse dürfen erst nach Abschluss der Europawahl am späten Sonntagabend veröffentlicht werden. In Österreich und den meisten anderen EU-Staaten entscheiden die Wähler am Sonntag, welche Abgeordneten sie in das insgesamt 751-köpfige EU-Parlament nach Brüssel und Straßburg schicken wollen. Insgesamt sind bei den Wahlen in den 28 EU-Ländern bis Sonntagabend 400 Millionen Menschen zur Stimmabgabe aufgerufen.

Der Spitzenkandidat der EVP, der ehemalige luxemburgische Ministerpräsident Jean-Claude Juncker, rief bei einer Wahlkampfveranstaltung in Brüssel die Wähler dazu auf, ihre Stimmen keinen ausländerfeindlichen oder faschistischen Parteien zu geben. In Frankreich, wo die etablierten Parteien ein starkes Abschneiden des rechtsradikalen Front National von Marine Le Pen fürchten, sorgte Ex-Präsident Nicolas Sarkozy mit seiner Forderung nach einer strikteren Einwanderungspolitik für Aufsehen.