EU-Vorsitz von

Avramopoulos spricht von "neuen Kapitel" mit Afrika

Salvini trifft EU-Migrationskommissar und französischen Amtskollegen Collomb

EU-Migrationskommissar Dimitris Avramopoulos setzt große Hoffnungen in das am heutigen Freitag in Wien stattfindende EU-Afrika-Treffen zur Sicherheitspolitik. "Das Ergebnis des heutigen Treffens wird den Weg ebnen und ein neues Kapitel in unseren Beziehungen öffnen", sagte Avramopoulos bei seinem Eintreffen im Austria Center Vienna.

"Die nordafrikanischen Staaten und die Europäische Union sind mit den selben Herausforderungen konfrontiert und haben die gleiche Pflicht, Migration und Sicherheitsfragen anzugehen", betonte der EU-Kommissar. Er sprach sich in diesem Zusammenhang für eine Zusammenarbeit auf der Grundlage "von gegenseitigem Vertrauen" aus.

Avramopoulos beantwortete nach seinem Statement keine Fragen. Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) hatte ihn zuvor kritisiert, weil er die Errichtung von Ausschiffungsplattformen für Migranten in den nordafrikanischen Staaten mit Blick auf deren ablehnende Haltung als unmöglich bezeichnet hatte. Es sei "ein schlechtes Signal, jetzt zu verkünden, dass alles keinen Sinn macht", warf Kickl dem griechischen Konservativen vor, schon zwei Monate nach Beschluss dieser Idee durch die EU-Staats- und Regierungschefs "die Flinte ins Korn" zu werfen.