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EU-Parlament beschloss Agrarreform 2018

Junglandwirte erhalten höhere und längere Förderungen

Mit großer Mehrheit hat das EU-Parlament am Dienstag in Straßburg die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik GAP) 2018 beschlossen. 503 Mandatare stimmten für das umfangreiche Paket, 87 dagegen. Begrüßt wurden vor allem höhere und längere Förderungen für Junglandwirte.

Die Reform wird damit Anfang 2018 in Kraft treten. Sie zielt auf die Stärkung der Verhandlungsmacht der Bauern ab, indem sie es allen anerkannten Bauernverbänden ermöglicht, die Erzeugung zu planen und im Namen ihrer Mitglieder Lieferverträge auszuhandeln, ohne die EU-Wettbewerbsregeln zu verletzen.

Mit der geplanten Überarbeitung sollen sich die Landwirte auch besser gegen Marktschwankungen und Risiken wie schlechte Witterungsbedingungen oder Tierseuchen schützen können. Außerdem wird die EU-Kommission befugt sein, schneller auf Krisen mit außergewöhnlichen Hilfsmaßnahmen für Landwirte zu reagieren.

Darüber hinaus bekommen die EU-Staaten mehr Flexibilität bei der Definition eines "aktiven Landwirts". Damit sollen nicht Investoren im Hintergrund EU-Agrarsubventionen erhalten, sondern Bauern, die wirklich aktiv in ihrem Bereich arbeiten. Schließlich sollen die Aufstockungen für junge Bauern deutlich erhöht werden.

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