EU drängt zu Öffnung des Arbeitsmarktes:
Jobs sollen auch Osteuropäern offenstehen

Österreich bemüht sich um Verzögerungsfrist bis '11 Sperren auch in Deutschland, Dänemark und Belgien

EU drängt zu Öffnung des Arbeitsmarktes:
Jobs sollen auch Osteuropäern offenstehen © Bild: Reuters/Zvulun

Die EU-Kommission drängt die vier Mitgliedstaaten Österreich, Deutschland, Dänemark und Belgien zu einer Öffnung ihrer Arbeitsmärkte für Osteuropäer. Österreich will ja eine Verlängerung der Übergangsfrist für die Arbeitnehmerfreizügigkeit bis 2011. Argumentiert wird damit, dass es keinen Sinn habe, wenn Menschen zuwandern und in Österreich andere gekündigt werden, hatte zuletzt der ÖGB betont.

Die Sprecherin von Sozialkommissar Vladimir Spidla, Chantal Hughes, erklärte in Brüssel, diese vier Länder sollten über ihre Hindernisse informieren und erklären, warum sie glauben, dass die Öffnung nicht gut sei.

Nach jüngsten Untersuchungen habe sich vielmehr gezeigt, dass jene Länder, die ihre Arbeitsmärkte für Bürger aus den neuen EU-Ländern geöffnet haben, davon auch profitieren konnten. Eine Verlängerung der Einschränkungen über Ende April 2009 bis 2011 hinaus bedürfe jedenfalls einer Begründung. "Nicht indem man die Grenzen schließt, schafft man Jobs", kritisierte Hughes. Dänemark habe erklärt, seine Märkte für Bulgaren und Rumänen ab Mai 2009 zu öffnen.
(apa/red)