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EU-Kommission: Nur wenige Frauen
für Junckers Team nominiert

Bislang nur drei Frauen im 28-köpfigen Team - Entscheidung soll im Herbst fallen

Faymann, Schulz und Juncker. © Bild: APA/BKA/Andy Wenzel

Allmählich findet sich die Mannschaft für den neuen EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker: Italien nominierte am späten Donnerstagabend Außenministerin Federica Mogherini für einen Posten in der EU-Kommission. Sie soll nach dem Willen der amtierenden Ratspräsidentschaft neue EU-Außenbeauftragte werden. Juncker will sein Team spätestens bis zum 30. August zusammen haben.

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Dann sollen die Staats- und Regierungschefs in Brüssel über die Spitzenposten der EU entscheiden. Doch noch haben sechs der 28 EU-Staaten ihre Anwärter nicht offiziell benannt. Im Herbst soll die gesamte Kommission nach Anhörungen im EU-Parlament bestätigt werden und im November ihre Arbeit aufnehmen.

Juncker verteilt Ressorts

Verteilt werden die Ressorts der Brüsseler Behörde, die Richtlinien und Verordnungen für die 500 Millionen Bürger der EU vorschlägt und über deren Einhaltung wacht, von Juncker. Dem ehemaligen luxemburgischen Regierungschef wurden, anders als seinen Vorgängern, auch zahlreiche erfahrene Politiker als Kandidaten gemeldet, darunter frühere Ministerpräsidenten und amtierende Außenminister. Die Bundesregierung hat sich auf den bisherigen Energiekommissar Günther Oettinger als ihren Mann in Brüssel festgelegt.

Bisher gibt es aber nur drei Frauen, die als Kandidatinnen für einen Kommissionsjob feststehen. Juncker will den Frauenanteil erhöhen, EU-Parlamentspräsident Martin Schulz drohte gar mit einer Ablehnung der gesamten Kommission, wenn die Zahl von bisher neun Kommissarinnen nicht übertroffen wird.

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