EU schickt Japanern sauberes Trinkwasser:
Auch Strahlungsmessgeräte sollen helfen

Rund 100 Tonnen Wasser für die Erdbebenopfer Bisher Unterstützung im Umfang von 15 Mio. Euro

EU schickt Japanern sauberes Trinkwasser:
Auch Strahlungsmessgeräte sollen helfen © Bild: Reuters

Die Europäische Union schickt Trinkwasser und Radioaktivitäts-Messgeräte zur Bewältigung der Erdbeben- und Atomkatastrophe nach Japan. Wie die für Katastrophenhilfe zuständige EU-Kommissarin Kristalina Georgieva nach einem Besuch in der Krisenregion in Brüssel sagte, sollen in einer gemeinsamen Aktion mit Großbritannien schnell 100 Tonnen Wasser nach Japan gebracht werden.

Georgieva sagte weiters, die EU werde sogenannte "Dosimeter" zur Messung von radioaktiver Strahlung an die Präfektur Ibaraki - südlich der Region Fukushima und nordnordöstlich von Tokio - senden. Bei einem Besuch in der Präfektur hätten die EU-Kommissionsexperten mit ihren Geräten "normale" Werte gemessen, sagte die Kommissarin. Sollte sich die Lage in Hinblick auf die Atomkatastrophe weiter verschlechtern, könnten weitere Evakuierungen erforderlich sein. Bisher seien noch immer mehr als 250.000 Erdbebenopfer und Flüchtlinge aus der Region Fukushima in Notunterkünften untergebracht.

Die EU habe bisher 220 Tonnen Hilfsgüter zur Verfügung gestellt, darunter Matratzen, Schlafsäcke, Decken, Lebensmittel und Wasser, sagte die EU-Kommissarin. Finanziell betrage die Unterstützung zehn Millionen Euro von Seiten der EU-Kommission und zusätzlich fünf Millionen Euro durch die EU-Staaten.