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EU-Kurs steht auf Wachstum

Frühjahrsprognose: Verbesserung in gesamter Union 2018 auf nunmehr je 1,9 Prozent

Wirtschaft - EU-Kurs steht auf Wachstum © Bild: Shutterstock

Die Frühjahrsprognose der EU-Kommission sieht für 2017 und 2018 mit je 1,9 Prozent des BIP für die gesamte Union ein etwas höheres Wirtschaftswachstum voraus als in der Winterprognose vom Februar mit je 1,8 Prozent. Auch in der Eurozone verbessert sich demnach der Wert von ursprünglich prognostizierten 1,6 auf nunmehr 1,7 Prozent fürs laufende Jahr. Für 2018 bleibt er mit 1,8 Prozent gleich hoch.

Auch die Arbeitslosigkeit dürfte zurückgehen. Die Frühjahrsprognose weist eine Reduktion für die gesamte EU auf 8,0 Prozent 2017 und auf 7,7 Prozent 2018 aus. In der Winterprognose lagen die Werte jeweils um 0,1 Prozentpunkte höher. Für die Eurozone wird ein Rückgang der Arbeitslosenrate auf 9,4 Prozent im laufenden Jahr und auf 8,9 Prozent 2018 vorhergesagt. Die Winterprognose wies jeweils um 0,2 Prozentpunkte höhere Zahlen auf.

Der Vizepräsident der EU-Kommission, Valdis Dombrovskis, erklärte am Mittwoch bei der Präsentation der Frühjahrsvorausschau, dass das "Wachstum in der EU an Fahrt gewinnt und die Arbeitslosigkeit weiter zurückgeht". Dennoch sei die Lage in den einzelnen EU-Staaten sehr unterschiedlich. Jene Volkswirtschaften, die ehrgeizigere Strukturreformen umgesetzt hätten, verzeichneten bessere Ergebnisse. Deshalb seien entscheidende Reformen notwendig, um das Gleichgewicht wieder her zustellen. Dies bedeute eine Öffnung der Märkte für Waren und Dienstleistungen bis zur Modernisierung der Arbeitsmärkte und Sozialsysteme.

EU-Wirtschafts- und Steuerkommissar Pierre Moscovici sagte, Europa verzeichne bereits im fünften Jahr in Folge ein Wachstum. Es gebe ein starkes Vertrauen der Unternehmer und Verbraucher sowie eine Verbesserung des Welthandels. Auch sei erfreulich, dass die große Unsicherheit in den letzten zwölf Monaten langsam zu schwinden scheine. Beschäftigung und Investitionen im Euroraum gleich stark anziehen. Ebenso wie Dombrovskis meinte Moscovici, es werde die Aufgabe der nächsten Jahre sein, gegen die Diskrepanzen vorzugehen.

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