EU einig über Fischfang-Quoten für 2007: Kabeljau- Bestände sind weiter in Gefahr

Schutzmaßnahmen deutlich schwächer als Vorschläge

EU einig über Fischfang-Quoten für 2007: Kabeljau- Bestände sind weiter in Gefahr

Der Kabeljau-Bestand in den Gewässern der Europäischen Union bleibt gefährdet. Die EU-Staaten einigten sich im Rahmen der Fangquoten für 2007 zwar auf Schutzmaßnahmen. Sie fielen aber deutlich schwächer als die Vorschläge der EU-Kommission aus. Fischereikommissar Borg zeigte sich dennoch zufrieden und sagte, die EU sei weiter auf dem Weg, schonender mit den Beständen umzugehen.

Die EU-Agrar- und Fischereiminister legen jedes Jahr die Höchstfangmenge, deren Aufteilung auf die EU-Staaten (Quoten) und die dafür nötigen Vorgaben für die Flotten fest. Ein wichtiges Instrument, auf die schwankenden Bestände der Fischarten zu reagieren, ist das Variieren der erlaubten Fangtage.

Borg sagte, ihm sei klar gewesen, dass sein ursprünglicher Vorschlag nicht habe durchgehen können. "Die Pläne sind von Anfang an heftig kritisiert worden, den einen waren sie zu schwach, den anderen zu streng", sagte er.

Unter deutscher EU-Ratspräsidentschaft, die am 1. Jänner beginnt, sollen zügig Pläne beschlossen werden, die den ebenfalls überfischten Beständen an Schollen und Seezungen die Chance zur Erholung gibt. Allerdings ist deren Wirkung nicht garantiert. Für Seezungen wurden die Fangmengen 2007 um 15 Prozent und für Schollen um 12,5 Prozent verringert.

"Der Erholungsplan für Kabeljau aus dem Jahr 2004 hat nicht die erhofften Verbesserungen gebracht", sagte Borg, der die Höchstfangmenge des Kabeljaus ursprünglich um ein Viertel senken wollte. Nun seien die Mengen an der schottischen Westküste und in der keltischen See um 20 Prozent, in den restlichen Fanggebieten um 15 Prozent und in den gemeinsamen Gewässern mit Norwegen um 14 Prozent gesenkt worden. (apa/red)