Fakten von

EU erweiterte Liste der
eingeschleppten Arten

Verursachen jährlich Schäden von mehr als zwölf Milliarden Euro

Alligatorkraut und Marderhund, Nilgans und Schmalblättrige Wasserpest: Die EU-Kommission hat am Mittwoch zwölf weitere Tier- und Pflanzenarten auf die Liste sogenannter invasiver Arten gesetzt. Diese sollen möglichst aus Europa ferngehalten werden, weil sie hier heimische Arten verdrängen.

Die vor einem Jahr erstmals veröffentlichte Liste umfasste bereits 37 nicht-heimische Arten, die aus anderen Kontinenten nach Europa eingeführt wurden. Die Mitgliedsländer sollen sicherstellen, dass die auf der Liste genannten Arten nicht in die EU eingeführt, hier gehalten, verkauft oder weitertransportiert werden.

Schätzungen zufolge gibt es in Europa schon rund 1.800 eingeschleppte Tiere, Pflanzen, Pilze und Mikroorganismen, die die hiesige Artenvielfalt bedrohen - Tendenz steigend. Die zwölf neuen Arten wurden nach Angaben der Kommission auf die Liste gesetzt, weil sie so große Schäden verursachen könnten, dass rigorose Gegenmaßnahmen angebracht sind. Schäden durch invasive Arten verursachten jährlich mehr als zwölf Milliarden Euro Kosten, erklärte Umweltkommissar Karmenu Vella.

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