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EU-Attacken von Varoufakis in Wien

Griechischer Ex-Finanzminister hielt Vortrag in der Wirtschaftsuniversität

Yanis Varoufakis © Bild: APA/Robert Jaeger

Griechenlands Ex-Finanzminister Yanis Varoufakis hat die Wiener Bühne zu einer Attacke auf die Eurokrisen-Politik der EU-Staaten genutzt. In seinem Vortrag in der Wirtschaftsuniversität am Mittwochabend unterhielt er zudem hunderte Zuhörer mit ökonomischen Ideen und politischen Seitenhieben, und rief zur einer neuen Allianz von Europas Linken auf.

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Die gegenwärtigen EU-Institutionen seien in der Finanzkrise ab 2008 am Schutz der Mitgliedsstaaten gescheitert. "Eine Europäische Union wäre eine großartige Idee - aber wir haben keine", sagte Varoufakis. Die Eurozone lasse es an "Schock-Absorbern" vermitteln, die Ausgleich zwischen reichen und armen Staaten ermöglichten. "Die gemeinsame Währung hält es mit dem Motto der Bourbonen, die nichts lernten und nichts vergaßen", sagte der Ökonom.

Der griechische Ex-Finanzminister tourt seit Wochen für Vorträge durch Europa. Auch in Wien wurde ihm ein begeisterter Empfang bereitet. Nach tausenden Anmeldungen sperrte die WU auch Nebenräumen auf, um Schaulustigen per Video-Stream das Verfolgen des Vortrages zu ermöglichen.