Ethik statt Religion: Grazer Bürgermeister fordert „Humanismus-Unterricht“ für alle

NEWS: Religion soll „freiwilliger“ Gegenstand werden VP-Ortschef: 'Religion muss im Vergleich überzeugen'

Ethik statt Religion: Grazer Bürgermeister fordert „Humanismus-Unterricht“ für alle © Bild: APA/Leodolter

Das Nachrichtenmagazin NEWS veröffentlicht in seiner aktuellen Ausgabe ein Interview mit dem Grazer ÖVP-Bürgermeister Siegfried Nagl, in dem dieser vor dem Hintergrund der Missbrauchsskandale in der katholischen Kirche einen verpflichtenden und einheitlichen „Humanismus- und Weltethikunterricht von der Volksschule bis zur Matura“ fordert.

Der bisherige Religionsunterricht soll nicht abgeschafft werden. Aber: Er soll zum freiwilligen Unterrichtsgegenstand werden. Bisher konnte man sich vom Religionsunterricht abmelden, laut Nagls Plan soll man sich künftig „anmelden“.

Nagl: „In Graz haben wir 57 Prozent Katholiken, 28 Prozent der Bevölkerung sind ohne Bekenntnis. Selbst unter den Katholiken melden sich viele vom Religionsunterricht ab.“ Die so entstehende „Unwissenheit“ würde von „Polit-Fundis wie Herrn Strache missbraucht.“ Über das Wettbewerbsverhältnis von Relgions- und Humanismusunterricht sagt Nagl: „Religion ist schlecht beraten, wenn sie das Diktat lebt. Sie muss im Vergleich überzeugen.“

Lesen Sie die ganze Story im aktuellen NEWS 11/10!

Kommentare

toll na, es gibt ja doch noch akzeptable vorschläge in der politik - wenn man humanismus und freiheit vereint, dann findet die umsetzung dieser idee meine volle zustimmung!

Volle Zustimmung! Ich fordere das in anderen Zusammenhängen schon seit Jahren, auch wenn jede bisher dafür vorgeschlagene Bezeichnung dafür ("Humanismus", "Ethik"....) zu kurz greift, aber das soll dem Anliegen keinen Abbruch tun!
(Ich bin übrigens selbst Theologe und hab auch eine Zeit lang Religion unterrichtet.)

Ignaz-Kutschnberger

Anmeldungen zum Unterricht bitte an das Militärkommando :-) Siehst Herr Nagl... es sind so viele Kirchenaustritte.... zum Glück ist der Herr Strache erst letztes Jahr "eingetreten" und hat sich von einem MILITÄR-Priester firmen lassen ;-) ...für das Militärische hatte der Mann scheinbar schon immer ein Faible, was auch seine Jugendspiele im Wald belegen *gg ...und die Kirche war ja auch vor einigen Jahrhunderten mit ihren Kreuzzügen in Jerusalem sehr aktiv unterwegs ... mein Vorschlag daher: Für den Religionsunterricht bitte freiwillige Anmeldungen beim zuständigen Militärkommando einreichen! Danke *gg ... Übrigens schöne Grüße an den Voves Franz, gell

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