Estibaliz C. von

Anklage gegen "Eis-Lady" fertig

Der Eissalon-Besitzerin wird besondere Kaltblütigkeit vorgeworfen

Estibaliz C. - Anklage gegen "Eis-Lady" fertig © Bild: APA/Jaeger

Estibaliz C soll laut Anklage zunächst am 27. April 2008 ihren Ex-Mann Holger H. getötet haben. Sie hatte sich von ihm scheiden lassen, betrieb jedoch weiter mit ihm gemeinsam ihren Eissalon "Schleckeria" in Wien-Meidling. Als der Mann ahnungslos am Computer arbeitete, soll sie ihm von hinten zweimal in den Kopf geschossen haben.

Laut Anklage stand er der Frau im Weg, weil er aus der gemeinsamen Wohnung nicht ausziehen wollte, sie aber für ihren neuen Freund frei sein wollte. Als ihr tödlich getroffener Ex-Mann zusammensackte, feuerte sie ihm noch einmal in die Schläfe. Das Verschwinden des Mannes erklärte sie in den Tagen danach damit, dieser sei in seine ursprüngliche Heimat nach Deutschland zurückgegangen.

Die Teile packte Estibaliz C. in mehrere Plastiksäcke, die sie in der Tiefkühltruhe deponierte. Als ihr mehrere Monate später ihre Wohnung gekündigt wurde, beschloss sie, die Pakete in Wannen einzubetonieren und diese im Keller ihres nahe gelegenen Eissalons zu verstecken.

Nach einem Jahr erkannte sie allerdings, dass ihr neuer Lebensgefährte andere Frauenbekanntschaften unterhielt, worauf sie sich eine Kettensäge gekauft und sich auch mehrere Betonsorten besorgt haben soll, wobei sie sich in einem Baumarkt im Abhärten von Beton einschulen ließ. Sie schoss dem Mann im Schlaf viermal in den Kopf, wobei sie zuvor den Boden um das Bett mit Plastikfolie ausgelegt hatte, um laut Anklage nicht so viel putzen zu müssen wie im ersten Fall, wo sie angeblich eine Woche benötigt haben soll.

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