Eschauer blieb gegen Berdych ohne Chance:
Erstrunden-Aus nach Drei-Satz-Niederlage

33-jährige Melbourne-Debütant verlor 4:6,4:6,4:6 Insgesamt vier ÖTV-Spieler erreichten zweite Runde

Eschauer blieb gegen Berdych ohne Chance:
Erstrunden-Aus nach Drei-Satz-Niederlage © Bild: Reuters/Vreeker

Als siebenter und letzter Österreicher war Werner Eschauer bei den Australian Open im Erstrunden-Einsatz, und der Niederösterreicher ist erwartungsgemäß ausgeschieden. Der 33-jährige Melbourne-Debütant musste sich dem als Nummer 13 gesetzten Tschechen Tomas Berdych mit 4:6,4:6,4:6 geschlagen geben.

"Tomas Berdych ist halt als Nummer 13 gesetzt, der kann auf allen Belägen gut spielen. Es war sicher die engste Partie, die ich gegen ihn gespielt habe", so der 33-Jährige aus Hollenstein (NÖ). Im ersten Satz führte Eschauer immerhin 4:2, im zweiten 3:1.

Äußerst kurios war die Stimmung auf dem Platz. Auf beiden Seiten des Platzes sehr laute, teilweise angetrunkene australische Fans, die einerseits Berdych, andererseits Eschauer anfeuerten. "Die einen hatten sogar die österreichische Fahne, einer muss aber Österreicher gewesen sein, denn sie haben Zicke Zacke und so geschrien", wunderte sich Eschauer.

"Ich liebe Düch"
"Aus geht's, Wörna, aus geht's" war dann auch zu hören. Da dürfte wohl ein kleiner Hörfehler passiert sein. "Am Anfang haben sich beide Seiten abgewechselt und so fünf Minuten durchgeschrien, ich hab beim Einschlagen den Ball nicht gehört." Danach fand Eschauer aber heraus, dass es sich bei "seinen" Fans offenbar um Berdych-Gegner handelte. Der Sicherheitsmann musste die "Eschauer-Fans" sogar einmal beruhigen, obwohl "Wörna, ich liebe Düch" schon auch witzig anzuhören war.

Nach Melbourne spielt Eschauer in Wrozlaw (POL), dann eventuell Davis Cup und dann drei ATP-Turniere auf Sand in Südamerika. Dass er derzeit bester Österreicher im Ranking - wenn wohl auch nicht für lange - ist, findet er durchaus nett. "Zwei Wochen bin ich es auf jeden Fall. Sicher ist das etwas, das man später mal irgendjemand erzählen kann, dass man einmal Nummer 1 war. Das bleibt halt. Es war jetzt nicht mein Hauptziel, es hat sich so ergeben, also nehme ich es mit." (apa/red)