"Es geht um mehr Sauberkeit": Wiener Polizei gründete Sonderkommission Rotlicht

Sechs Beamte sollen Ermittlungsakten aufrollen Für Landespolizeikommandant "weiteres Signal"

"Als weiteres Signal" an die Öffentlichkeit und an die eigenen Mitarbeiter will der amtsführende Landespolizeikommandant, Generalmajor Karl Mahrer, die Gründung einer Sonderkommission (Soko) Rotlicht verstanden wissen. Mahrer bestätigte damit vorab der APA einen dementsprechenden NEWS-Bericht.

Sechs Beamte aus verschiedenen Dienststellen der Kriminalpolizei werden unter Leitung eines erfahrenen Offiziers sämtliche Ermittlungsakten der vergangenen Jahre aufrollen, die im Wiener Rotlichtmilieu gespielt haben. Dabei gehe es nicht darum, Ermittlungsverfehlungen aufzudecken. "Es geht um mehr Sauberkeit und Korrektheit, damit wir bei den oft lang zurückliegenden Fällen nicht immer nur Vergangengeitsbewältigung betreiben müssen", so Mahrer in NEWS.

Einer der zu überprüfenden Fälle hat unmittelbar mit der derzeit viel diskutierten Polizei-Affäre zu tun: Im Jänner 2004 wurden die jetzigen Kontrahenten im Rotlichtmilieu nach umfangreichen Ermittlungen festgenommen. Doch während der eine wegen Vergewaltigung verurteilt wurde, ging sein Kontrahent wieder frei. Die behaupteten Schutzgelderpressungen ließen sich nicht beweisen. Ermittlungsleiter war damals Roland Frühwirth, der später Leiter der Kriminaldirektion 1 wurde. (apa/red)