Erstmals Video-Beweis bei US Open: Computer entscheidet über "gut" und "aus"

"Tempo und Power für menschliches Auge zu schnell" Profis dürfen zwei Mal pro Satz Einspruch erheben

Erstmals in der Tennisgeschichte wird es bei den US Open 2006 den Videobeweis geben. "Das menschliche Auge kann mit dem Tempo und der Power des heutigen Spiels nicht mehr mithalten", so Arlen Kantarian, Präsident des US-Tennis-Verbandes. "Wir wollten mit Hilfe verlässlicher Technologie das Spiel voran bringen und aufregender machen und glauben, dass uns dies gelungen ist."

Bei den US Open der Tennisprofis wird es erstmals den Video-Beweis geben. Wie der Präsident des US-Tennis-Verbandes (USTA), Arlen Kantarian, in der Montags-Ausgabe der New York Times weiter erklärte, wird jeder Spieler bei dem vom 28. August bis 10. September ausgespielten Grand-Slam-Turnier in Flushing Meadow pro Satz zweimal die Möglichkeit haben, eine umstrittene Schieds- oder Linienrichter-Entscheidung anzuzweifeln.

Computer entscheidet über "gut" und "aus"
Der fragwürdige Punkt wird von einem so genannten Video-Schiedsrichter mit Hilfe eines 250.000 Dollar (207.987 Euro) teuren Computer-Programms analysiert, das in der Lage ist, den Ball sofort "gut" oder "aus" zu geben. Zudem soll die Computer-Auflösung gleichzeitig den Fans im Stadion und den Fernseh-Zuschauern Zuhause gezeigt werden.

Technologie soll Tennis aufregender machen
"Das menschliche Auge kann mit dem Tempo und der Power des heutigen Spiels nicht mehr mithalten", sagte Kantarian. "Wir wollten mit Hilfe verlässlicher Technologie das Spiel voran bringen und aufregender machen und glauben, dass uns dies gelungen ist."

Pilotversuch im Arthur-Ashe- und Louis-Armstrong-Stadium
Bei den US Open soll das System vorerst nur im Arthur-Ashe-Stadium und Louis- Armstrong-Stadium benutzt werden. Sollte sich eine Schiedsrichter-Entscheidung als falsch herausstellen, behält der Spieler sein Einspruchsrecht. Bei korrekten Schiedsrichter-Entscheidungen wird ihm eine Einspruchsmöglichkeit abgezogen.

(apa/red)