Erstes Opfer der verschärften Grenzpolitik: Einwanderer an Grenze USA-Mexiko getötet

Opfer wollte gewaltsam mit Auto durch Kontrolle US-Präsident Bush besuchte Grenzanlagen in Arizona

Erstes Opfer der verschärften Grenzpolitik: Einwanderer an Grenze USA-Mexiko getötet

An der Grenze zwischen den USA und Mexiko haben US-Sicherheitskräfte am Donnerstag einen mutmaßlichen illegalen Einwanderer erschossen. Das Opfer sei am Steuer eines Autos gesessen und habe versucht, die Grenze zwischen dem mexikanischen Tijuana und San Diego im US-Staat Kalifornien gewaltsam zu passieren, teilte die Polizei mit. Daraufhin hätten die Beamten das Feuer eröffnet.

Der Grenzübergang San Ysidro ist einer der meist frequentierten an der 3.200 Kilometer langen Grenze zwischen den beiden Ländern. 40 Millionen Menschen reisen hier jedes Jahr von Mexiko in die USA ein.

US-Präsident Bush besuchte am Donnerstag die mexikanische Grenze im US-Staat Arizona. An dem mit Maschendraht und Metallzäunen befestigten Grenzposten bei Yuma betonte Bush erneut die Anstrengungen der USA, ihre Grenzen zu sichern. Illegalen Einwanderern, Drogenhändlern oder Terroristen müsse der Zugang in die USA verwehrt werden, sagte der Präsident.

Zuvor hatte Bush beim Kongress 1,49 Mrd. Euro für eine erste neue Ausbauphase der Grenzanlagen zu Mexiko beantragt. Bush will unter anderem bis zu 6.000 Soldaten der Nationalgarde entsenden, neue Grenzschutzbeamte einstellen und moderne Technologien wie Bewegungssensoren, Infrarotkameras und unbemannte Aufklärungsflugzeuge anschaffen lassen.(apa/red)