Erster Weltrekord bei EM in Budapest: Deutsche Kraul-Damenstaffel holt Gold

Italien schlägt mit Herren-Staffel und Filippi zu

Zweimal Gold für Italien, Weltrekord durch die deutsche Kaul-Sprint-Staffel der Damen sowie ein Super-Finish zu Gold vom Russen Jurij Prilukow sind am Montag in Budapest die internationalen Schlagzeilen der ersten Final-Session bei der 28. Schwimm-Langbahn-EM gewesen. Aber auch Österreichs Aktive zeigten auf. Neben zwei Final-Einzügen gab es vier OSV-Rekorde, vier Athleten mit WM-Limits sowie zahlreiche persönliche Bestleistungen.

Die Deutschen Petra Dallmann, Daniela Götz, Britta Steffen und Annika Liebs legten die 4x100 m Kraul in 3:35,22 Minuten zurück, womit sie 72/100 Sekunden unter dem Weltrekord der Australierinnen bei Olympia 2004 in Athen blieben. Zwei Jahre davor hatte die deutsche EM-Staffel in Berlin für den nun ausgelöschten Europarekord von 3:36,00 gesorgt. Silber ging diesmal an die Niederlande (3:37,04), Bronze an Frankreich (3:38,83).

In diesem Rennen wurden die Italienerinnen nur Sechste, dafür waren sie in den anderen drei Entscheidungen des Tages Ton angebend. Alessia Filippi siegte über 400 m Lagen überlegen in 4:35,80 vor Nicole Hetzer (GER/4:37,97) und Katarzyna Baranowska (POL/4:40,02). Und Alessandro Calvi, Christian Galenda, Lorenzo Vismara sowie ein sehr starker Filippo Magnini gewannen über 4x100 m mit dem EM-Rekord von 3:15,23.

Da waren die Russen (3:16,47) vor Frankreich (3:16,53) noch Zweite, doch in der ersten Entscheidung dieser Titelkämpfe hatte ein Italiener den kürzeren Atem. Massimiliano Rosolino war über 400 m Kraul von Beginn an in Front gelegen, dann ging dem Europarekordler aber die Luft aus. Prilukow zog noch an ihm vorbei, holte mit dem EM-Rekord von 3:45,73 Gold. Rosolino (3:46,87) und Nicolas Rostoucher (FRA/3:47,04) kamen auch noch auf das Podest.

Prilukow strotzte danach vor Selbstbewusstsein: "Rosolino hat mich mit seinem Anfangstempo nicht beeindruckt. Es war klar, dass ich ihn auf der letzten Länge holen würde." Aber auch der Zweitplatzierte war zufrieden: "Im Vorlauf ist es mir nicht so gut gelaufen, da ist Silber gut. Ich setze auf die 200 m." Da ist also ein spannendes Mittwoch-Finale u.a. auch mit Pieter van den Hoogenband (NED) und Magnini zu erwarten.

(apa/red)