Adventzeit von

700.000 Shopper am 1. Einkaufssamstag in Wien

Wiener Händler erwarten rund 350 Millionen Euro Umsatz im Weihnachtsgeschäft

Weihnachtsbeleuchtung auf der Kärntner Straße © Bild: APA/Herbert Neubauer

Rund 700.000 Passanten waren am ersten Einkaufssamstag vor Weihnachten auf Wiens Shoppingmeilen unterwegs. Bei einem APA-Lokalaugenschein zeigte sich die Mariahilfer Straße am Nachmittag gut gefüllt. Wie in den Jahren zuvor wird die Einkaufsstraße an den Samstagen vor Weihnachten zwischen Getreidemarkt und Gürtel komplett für den Verkehr gesperrt. In Salzburg strömten unterdessen die Menschenmassen in die Innenstadt. Einen besonders sonnigen Start ins Weihnachtsgeschäft gab es außerdem in Vorarlberg.

Die Fußgänger trauten sich nur zaghaft auf die für sie "reservierte" Fahrbahn auf der Wiener Mariahilfer Straße. Ein Polizist passte an einer Absperrung auf, dass sich auch kein Autofahrer verirrte, war aber mehr mit Fragen von Passanten beschäftigt.

Einige Händler auf Wiens größter Shoppingmeile sehen dem Weihnachtsgeschäft eher skeptisch entgegen. Die Verkäuferin eines kleinen Schmuckgeschäftes direkt auf der Mariahilfer Straße klagte über weniger Betrieb seit Einführung der teilweisen Fußgängerzone. Auch auf der Neubaugasse profitieren nur wenige Händler von der neuen Verkehrsordnung. Ein Maronibrater, der bereits seit 18 Jahren auf der Mariahilfer Straße arbeitet, verbucht ebenfalls weniger Umsatz seit der Einführung der Begegnungszone.

Weihnachtsbeleuchtung auf der Mariahilfer Straße
© APA/Herbert Neubauer

Mehrheit der Wiener Kaufleute zufrieden

Vor allem die Kaufleute aus der Neubaugasse, der Währinger Straße, Hietzinger Hauptstraße, Meidlinger Straße, Taborstraße sowie 1. Bezirk und Innere Mariahilfer Straße waren mit dem Verlauf des 1. Einkaufssamstages durchaus zufrieden. Verhaltener startete das Weihnachtsgeschäft laut Wirtschaftskammer in Floridsdorf sowie auf der Äußeren Mariahilfer Straße.

Nach Branchen betrachtet lief es heute für den Spielwarenhandel, Parfumerien und den Sportartikelhandel besonders erfreulich. Hier waren zwischen 80 und 95 Prozent der von der Wirtschaftskammer befragten Wiener Händler mit den Ausgaben der Kunden "sehr zufrieden". Schmuck, Uhren und Elektrogeräte waren weniger gefragt.

Sonniger Start in Vorarlberg

Sonniges Winterwetter mit Schnee, gut frequentierte Weihnachtsmärkte und vielleicht auch schon ausbezahltes Weihnachtsgeld sorgten in Vorarlberg für beste Einkaufsstimmung am ersten Einkaufssamstag. Sowohl die Geschäftstreibenden als auch die Kunden äußerten sich sehr zufrieden. Das gute Vorjahresniveau sollte jedenfalls erreicht worden sein, meinten die Geschäftsleute.

Schauen oder Kaufen in Salzburg

Gedränge auf den Straßen, Gedränge in den Läden: Die Mischung aus Touristen und Besuchern aus Stadt und Umland hat hingegen in der Salzburger Innenstadt für ein Gewimmel gesorgt. "Ich komme gar nicht zum Auslagenschauen, vor lauter Leuten", raunte eine Passantin. Doch Masse ist nicht gleich Geschäft: Die Zahl der Einkaufssackerl in den Händen der Menschen war heute noch recht überschaubar. Anders das Bild im Salzburger Europapark. Center Manager Christoph Andexlinger berichtete von einem leichten Plus bei der Kundenfrequenz: "Und ich habe heute positive Rückmeldungen von allen Branchen im Haus bekommen. Die Kunden schauen nicht nur, sie kaufen auch. Die Stimmung ist eine sehr gute." Beim Sortiment zeichne sich noch keine Spitzenbranche ab. "Der Wetterumbruch mit Schnee hat aber dem Textilhandel eine starke Nachfrage an Jacken beschert. Daneben dürften Accessoires für den Mann im Trend liegen. Die Nachfrage nach Schals, Hauben und Handschuhen ist auffällig stärker." Zugleich legt das Geschäft mit Gutscheinen weiter zu: "Wir liegen hier schon um neun Prozent über dem Vergleichszeitraum des Vorjahrs", sagte Andexlinger.

Kommentare

alle gehn schaun und kaufen nur brot und gebäck :)))

Seite 1 von 1