Erster Ausflug der Wiener Eisbärenkinder: Erfolgreiche Zucht der Bären in Schönbrunn

Auftritt der Zwillinge dauerte nur wenige Minuten Erste <b>BILDER</b> der Buben an der frischen Luft

Erster Ausflug der Wiener Eisbärenkinder: Erfolgreiche Zucht der Bären in Schönbrunn © Bild: Reuters/Kasbauer

Über eine weitere Attraktion können sich die Besucher des Tiergartens Schönbrunn freuen: Die am 30. November geborenen Eisbären-Buben sind erstmals ans Tageslicht marschiert. Mit der Namensgebung für die Zwillinge will man sich übrigens noch Zeit lassen - und es vor allem nicht derart promoten wie im Fall der deutschen Eisbären "Flocke" und "Knut", hieß es auf APA-Anfrage.

In den Morgenstunden hatte das Eisbärenweibchen Olinka durch heftiges Stoßen an die Tür zum Außengehege gezeigt, dass es nun bereit ist, die Innenanlage zu verlassen und ihre beiden Jungen nach draußen zu führen. Von den Pflegern wurde gegen 8.30 Uhr die Schiebetür geöffnet. Wenige Minuten später spazierten Mutter und Kinder, drei Monate nach der Geburt, erstmals ans Tageslicht.

Der Ausflug war bereits nach wenigen Minuten zu Ende, die etwa 80 Zentimeter "großen" Kleinen haben sich wieder in die Innenanlage zurückgezogen. Doch ab jetzt bleibt die Türe in die Außenlage untertags geöffnet, so dass die Mutter und ihre Kinder mit etwas Glück gesehen werden können.

Erfolgreiche Aufzucht
Der Tiergarten Schönbrunn zieht seit 1960 erfolgreich Eisbären auf - international keine Selbstverständlichkeit. Bären, die in Schönbrunn zur Welt gekommen sind, findet man in den Zoos von Gelsenkirchen, Karlsruhe, Bremerhaven, Nürnberg und Novosibirsk. Die Auswahl der Eltern und die Verteilung der Jungen werden von Zuchtbuchführer Hans van Weerd im Zoo Antwerpen koordiniert.

Olinka, die Mutter, kam 1992 im Kölner Zoo zur Welt und lebt seit 1994 in Schönbrunn. Eric, der Vater, ist um ein Jahr jünger und wurde im Tierpark Berlin-Friedrichsfelde geboren. Er lebt ebenfalls seit 1994 in Wien. Der dritte Schönbrunner Eisbär, das Weibchen Hallensia, stammt aus dem Zoo Stuttgart und ist nur vorübergehend zu Besuch in der Donaumetropole.

(apa/red)