Erste Weltcup-Kugel zum Abholen bereit:
Miller reicht in Super-Kombination Platz 21

Nur Franzose Grange kann US-Boy noch abfangen ÖSV-Asse Schönfelder und Raich spitz auf Tagessieg

Erste Weltcup-Kugel zum Abholen bereit:
Miller reicht in Super-Kombination Platz 21 © Bild: Reuters/Lauener

In der Super-Kombination von Val d'Isere liegt heute die erste Weltcupkugel zum Abholen bereit. Bode Miller hat nach den Rängen vier in Beaver Creek, drei in Wengen, eins in Kitzbühel und eins in Chamonix 310 Punkte auf dem Konto, dem US-Amerikaner reicht beim abschließenden Bewerb im WM-Ort von 2009 (10.30/14.00 Uhr) ein 21. Platz, um sich das Kristall zu holen. Einziger Konkurrent ist der Franzose Jean-Baptiste Grange (220), der allerdings gewinnen müsste.

Gesamt gesehen sind die Österreicher Rainer Schönfelder (156) und Benjamin Raich (143) längst aus dem Rennen, vorgenommen haben sie sich aber viel. So der Kärntner Schönfelder, der sich in Val d'Isere von Tag zu Tag steigerte und im Abfahrts-Abschlusstraining mit 0,95 Sekunden Rückstand auf Miller Sechster wurde. "Schön langsam wird's! Ich habe heute wieder was anderes versucht, in habe nun in allen drei Trainings andere Ski probiert, auf diesem steht Nummer eins drauf, vielleicht ist das ein gutes Zeichen", sagte der Fischer-Pilot, der in Kitzbühel und Chamonix in der Kombi jeweils Dritter wurde.

Nach einem selbst gewählten Abfahrts-Ruhetag hofft Raich auf ein gutes Speedrennen, bereit dazu fühlt er sich. "In Kitzbühel, Schladming, Chamonix war ich schon müde, auch vom ganzen Drumherum, das ist an die Substanz gegangen. Aber jetzt bin ich wieder fit und habe wieder viel mehr Spaß", sagte der Pitztaler, der im Kampf um den Gesamtweltcup mit 905 Punkten als Zweiter hinter Miller (967) und vor Didier Cuche (SUI/878) immer noch in aussichtsreicher Position liegt.

Raich denkt nicht an Gesamt-Weltcup
Obwohl nur noch 14 Rennen auf dem Programm stehen (4 Slalom, 3 RTL, 3 Super G, 3 Abfahrt, 1 Super-Kombi), versucht Raich die Gedanken an die Große Kristallkugel weiter fern zu halten. "Nein, der Dreikampf fährt im Kopf nicht mit. Man will immer das Optimum rausholen, und muss dafür maximal konzentriert sein." Deshalb vermeidet er es, sich zu viele Gedanken über die Konkurrenten zu machen. "Es sind alles nette Teufel, aber beim Skifahren nützt dir das gar nix."

Raich, der in diesem Winter nur einen Sieg zu Buche stehen hat (Slalom in Bad Kleinkirchheim) und einen durchwachsenen Jänner erlebte, kennt die Gründe für den Durchhänger: "Ich bin auch keine Maschine. Und es muss alles zusammenstimmen: Material, Form, Gesundheit. Das war all die anderen Jahre der Fall, heuer hat die Form nicht ganz so gestimmt, ich hoffe, sie kommt noch. Aber außer Form bin ich auch nicht." Zuletzt in Chamonix, da habe die Materialabstimmung nicht gepasst, und für ein perfektes Puzzle müssen einfach die Bausteine passen. (apa/red)