Erste Tuchfühlung mit Daviscup-Gegner: Nalbandian zurückhaltend - ÖTV offensiv

Koubek möchte gegen Argentinien wieder dabei sein Schaller: "Wir werden schnellen Belag verwenden"

Für Wien-Starter David Nalbandian ist der Daviscup 2007 noch zu weit weg. Keinen Kommentar wollte er zum Erstrunden-Duell in der Weltgruppe (9. bis 11. Februar) der Argentinier gegen und in Österreich abgeben. Der Weltranglisten-4. hat Wien, die erhoffte Qualifikation für den Masters-Cup in Shanghai und dann im Dezember den erhofften Triumph im Daviscup-Finale in Moskau gegen Russland im Kopf.

In Österreich macht man sich freilich schon jetzt Gedanken über den prominenten Heimgegner. Daviscup-Kapitän Gilbert Schaller, der u.a. auch dem jungen Martin Fischer auf den Schläger geschaut hat, hat mit Jürgen Melzer, Koubek und in Vertretung von Marach mit Ronnie Leitgeb über die Belagswahl im Februar diskutiert und man ist sich einig: "Wir werden einen Supreme ähnlichen Belag auswählen und wollen einen hohen Ballabsprung verhindern", erklärte Schaller.

Nalbandian im Daviscup nicht fix dabei
Diese Maßnahme richtet sich freilich nicht gegen Nalbandian, bei dem es ohnehin nicht hundertprozentig sicher ist, ob er in Österreich antritt (Nalbandian: "Das werden wir dann sehen"), sondern gegen die anderen starken Teamkollegen. "Einem Nalbandian ist das eh egal, der stand ja auch schon im Wimbledonfinale. Es geht darum, alle anderen möglichst gut zu entkräften", weiß der Neo-Daviscup-Kapitän.

Auch Koubek, der zuletzt gegen Mexiko gefehlt hat, möchte auf jeden Fall wieder zur Verfügung stehen. "Ich habe Thomas ja auch gebeten, ob er mich freistellen kann. Ich möchte unbedingt dabei sein", versprach Koubek, der auch in Sachen Austragungsort einen Wunsch hat. "Wien würde mir taugen, ich habe noch nie in Wien Daviscup gespielt."

Wien, Innsbruck und Graz als mögliche Spielorte
Eine diesbezügliche Entscheidung ist aber freilich noch nicht gefallen. Schaller berichtete von drei offiziellen Bewerbern, nämlich Wien, Innsbruck und Graz sowie zwei weiteren, nicht genannten Interessenten.

Besonders erfreut zeigte sich Schaller auch in seiner Funktion als ÖTV-Sportdirektor freilich vom tollen Aufwärtstrend im österreichischen Tennis überhaupt. "Momentan passt halt alles zusammen. Das Negative ist zuletzt ja immer ausgeschlachtet worden, also wollen wir jetzt diese 'Hoch-Zeit' auch auskosten." (apa/red)