Erste Top-Sensation bei den US Open 2008:
Nummer 1 Ana Ivanovic in 2. Runde raus

Nummer 188 kickt Tennis-Beauty aus dem Turnier Serbin zuletzt durch Daumenverletzung gehandicapt

Erste Top-Sensation bei den US Open 2008:
Nummer 1 Ana Ivanovic in 2. Runde raus © Bild: Reuters

Der vierte Tag der US Open in New York hat die erste Sensation gebracht. Die Nummer 188 der Welt, die unbekannte Französin Julie Coin, eliminierte in der zweiten Runde die topgesetzte Ana Ivanovic aus Serbien mit 6:3,4:6,6:3. Das hat es in der "open era" des Profitennis bei den US Open noch nicht gegeben.

Laut WTA-Aufzeichnungen hat es überhaupt noch nie eine so niedrig platzierte Spielerin gegeben, die eine aktuelle Nummer 1 der Welt bezwungen hat. Natürlich muss dazu gesagt werden, dass Ivanovic in den vergangenen Wochen nicht fit und in Topform war und auch hier in Runde 1 schon Mühe gehabt hatte. "Es war sehr enttäuschend für mich, aber ich muss es akzeptieren, besonders wenn man alles berücksichtigt, was in den vergangenen ein, zwei Monaten passiert ist", sprach sie ihre Daumenverletzung an, die sie im Vorfeld des Turniers behindert hatte.

"Ich habe zu viele unerzwungene Fehler gemacht und mein Aufschlag hat nicht wirklich funktioniert. Natürlich ist es sehr frustrierend, weil ich so viel besser spielen kann." Wie wahr: Insgesamt 74 unerzwungene Fehler in nur zwei Runden, das ist einer Nummer 1 freilich nicht würdig.

Match ihres Lebens
Ihre Gegnerin konnte ihr Glück kaum fassen, Julie Coin hat vor Flushing Meadows noch nie auf WTA-Tour-Level gespielt. Nach 1:57 Stunden und dem Match ihres Lebens nützte sie ihren dritten Matchball zur Sensation. "Ich realisiere jetzt noch gar nicht, dass ich die Nummer 1 der Welt geschlagen habe. Ich weiß nicht, wie ich heute schlafen werde können", meinte Coin grinsend.

Später gab sie zu, dass das harte Tour-Leben im Schatten der Stars auf ITF-Ebene ihr zugesetzt hat. "Einmal habe ich schon darüber nachgedacht, vielleicht am Ende des Jahres aufzuhören." Nun misst sie sich auf höchster Ebene in der dritten Runde mit einer weit bekannteren Französin - Amelie Mauresmo. (apa/red)