Erste Saisonheimpleite für Hoffenheim:
Leader erleidet 1:4-Debakel vs. Leverkusen

Verfolger-Duell Hertha vs. Bayern um die Spitze Hauptstädter bangen um Torjäger Marko Pantelic

Erste Saisonheimpleite für Hoffenheim:
Leader erleidet 1:4-Debakel vs. Leverkusen © Bild: Reuters

Spitzenreiter 1899 Hoffenheim hat in der deutschen Fußball-Bundesliga die erste Heimniederlage der Saison hinnehmen müssen. Der Aufsteiger unterlag Bayer Leverkusen am Freitagabend 1:4. Sollte das heutige Duell zwischen Hertha BSC und Bayern München nicht remis enden, wird das Überraschungsteam seine Tabellenführung einbüßen.

Patrick Helmes (3./45.), Simon Rolfes (12.) und Gonzalo Castro (47.) erzielten vor 30.150 Zuschauer in der ausverkauften Rhein-Neckar-Arena die Tore für die Gäste, für Hoffenheim konnte Sejad Salihovic (31./Foulelfmeter) nur verkürzen.

Aufgrund der Hoffenheim-Niederlage kämpfen heute Hertha BSC und der FC Bayern München im direkten Duell um die Tabellenspitze. "Die Bayern sind die beste Mannschaft Deutschlands, sie besitzen große individuelle Klasse", sagt Hertha-Trainer Lucien Favre. "Um gegen sie zu bestehen, müssen wir eine Topleistung bringen, vor allem müssen wir gut verteidigen", meinte der Schweizer zu den Chancen und bangt noch um seinen blessierten Torjäger Marko Pantelic. Statistisch spricht nicht viel für die heimstarken Hauptstädter, ihr jüngster Sieg gegen die Bayern liegt schon über sieben Jahre zurück.

Erstmals seit 1999 wieder auf Augenhöhe
Diesmal scheinen die Rivalen jedoch auf Augenhöhe, seit 1999 war dieses Duell keines zweier Top-3-Teams. Hertha - Bayern ist auch ein Vergleich der Manager-Brüder Hoeneß. Ex-Stürmer Dieter, der 368 Tage jünger ist als Uli, spielt Familiäres jedoch herunter: "Es laufen keine Wetten, es gibt keine Frotzeleien oder Rituale", versicherte der gastgebende 56-Jährige.

Dessen Arbeit wird vom großen und erfolgreichen Uli gelobt: "Hertha ist auf einem guten Weg, Verein und Team haben großes Potenzial." Für 90 Minuten wird es jetzt aber keine weiteren Nettigkeiten geben. Der Double-Gewinner setzt in dieser Saison schon viermal (5., 16., 17., und 18. Runde) als Zweiter zum Sprung an die Spitze an. "Wir sind nahe dran an den Hoffenheimern. Wir lassen nicht locker, wollen sobald wie möglich vorbeiziehen", kündigte Bayern-Trainer Jürgen Klinsmann an.

(apa/red)