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Erste Liga: ÖFB reagiert auf
Manipulations-Vorwürfe der Vienna

Aberkannter Treffer der Wiener sorgt für ein Nachspiel, das noch nicht beendet ist

Andrey Lebedev und Schiedsrichter Rene Eisner im Erste-Liga-Spiel Vienna gegen Liefering © Bild: GEPA pictures/ Philipp Brem

Der Österreichische Fußballbund hat am Montag die Vorwürfe von Erstligist Vienna gegen Schiedsrichter Rene Eisner "schärfstens" zurückgewiesen. Der FIFA-Referee hatte am Freitag beim 1:1 der Wiener gegen Liefering einen Treffer in der 93. Minute fälschlicherweise aberkannt.

"Diese Entscheidung aber mit Spielmanipulation in Verbindung zu bringen, ist ebenso absurd wie unverständlich, da dies dem gesamten Fußball schadet", erklärte Robert Sedlacek, der Vorsitzende der ÖFB-Schiedsrichter-Kommission. Die Liga habe aufgrund der sportlich brisanten Ausgangslage, die Vienna befindet sich als Tabellen-Letzter in akuter Abstiegsgefahr, extra einen FIFA-Schiri auf die Hohe Warte entsandt.

"Dieser Schiedsrichter hat dann einen Fehler gemacht. Das ist bedauerlich, weil er auf den Ausgang des Spiels Einfluss hatte", räumte Sedlacek ein. Vorwürfe bezüglich Spielmanipulation und kriminellen Energien seien aber zu viel des Guten. "Die Rückmeldung des Beobachters ist, dass Rene Eisner bis dahin das Spiel gut im Griff hatte und sehr gut gepfiffen hat", berichtete Sedlacek.

Klärendes Gespräch geplant

Thomas Hollerer, Direktor für Recht und Administration beim ÖFB, sprach auch eine Einladung an Vienna-Clubboss Herbert Dvoracek aus: "Wir werden den Präsidenten der Vienna in dieser Sache gerne zu einem klärenden Gespräch in den ÖFB einladen. Im Schiedsrichterwesen passieren leider immer wieder Fehler, aber diese a priori mit dem Strafrecht in Verbindung zu bringen, ist bei allem Verständnis für die Situation der Vienna unangebracht."

Die Vienna hatte am Sonntag angekündigt, gegen Eisner juristisch vorzugehen. Wie Sportanwalt Wolfgang Rebernig bestätigte, wird im Zusammenhang mit einem Fehlpfiff des Steirers eine Sachverhaltsdarstellung bei der zuständigen Staatsanwaltschaft eingebracht.

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