Grödig ist Meister!

Salzburger fixierten Titel mit 2:1 gegen A. Lustenau und steigen in Bundesliga auf

von Grödig jubelt über Erfolg © Bild: GEPA pictures/ Mathias Mandl

David Witteveen (36.) und Tadej Trdina (78.) sorgten für die Entscheidung, für die in der zweiten Hälfte plötzlich stark spielenden Lustenauer war ein Treffer von Patrick Salomon (67.) zu wenig, sie kassierten schon die fünfte Niederlage in Folge und fielen auch hinter den SCR Altach auf Rang drei zurück.

Vor der Austragung der Partie stand aufgrund eines starken Gewitters im Vorfeld der Partie ein kleines Fragezeichen, der Regen hörte allerdings rechtzeitig auf, die Kommissionierung brachte ein positives Ergebnis. Die Grödiger starteten vor einer Liga-Rekordkulisse von 2.100 Zuschauern mit dem Titel vor Augen etwas nervös in die Partie und hätten auch schnell in Rückstand geraten können. Ein Volleyschuss von Patrick Salomon ging aber drüber (7.). Das war zugleich die einzig nennenswerte Aktion der Vorarlberger vor der Pause.

Lustenau glücklos

Die Salzburger kamen mit Fortdauer immer besser ins Spiel und kontrollierten das Geschehen. Eine Witteveen-Direktabnahme ging über das Tor (21.), ein Nutz-Schuss daneben (30.). Mit der dritten Chance war die Führung perfekt. Nach einer Lexa-Flanke kam der Ball über Umwege zu Witteveen, der aus neun Meter in Goalgetter-Manier vollendete (36.). Es war bereits der 14. Saisontreffer für den 27-jährigen Ex-Schottland-Legionär, der in der Schützenliste nur mehr Altachs Hannes Aigner (17) vor sich hat.

Zu Beginn der zweiten Hälfte plätscherte das Spiel dahin, nahm dann aber sukzessive an Fahrt auf. Nach Kampel-Vorarbeit schoss Salomon zum 1:1 ein (67.). Die Meisterentscheidung war damit vorerst vertagt. Ivan Aguilar hätte gleich darauf das 2:1 für die Gäste machen können, sein Kopfball landete an der Stange (69.). Die Vorarlberger drückten weiter und ausgerechnet in der Phase sorgten die Grödiger für die Entscheidung. Nach einem Konter und weiten Pass ließ Trdina die Lustenau-Hintermannschaft schlecht aussehen und traf mit links wuchtig ins lange Eck (78.). Die Lustenauer warfen noch einmal alles nach vorne, blieben aber im Abschluss glücklos. In Minute 91 kassierte Grödigs Simon Handle noch die Ampelkarte, drei Minuten später stand Grödig nach dem Abpfiff Kopf.

Die Grödiger sind der dritte Verein aus Salzburg, der es in die Bundesliga geschafft hat. Neben Red Bull Salzburg/Austria Salzburg war in der Saison 1985/86 auch der Salzburger AK im Oberhaus vertreten.

Horn trennt sich nach Saison vom Trainer

Der SV Horn und Trainer Michael Streiter gehen nach dieser Saison getrennte Wege. Wie der Erste-Liga-Club aus dem Waldviertel am Freitagabend nach dem 2:0-Derbysieg gegen St. Pölten bekannt gab, wird der auslaufende Vertrag des Tirolers nicht verlängert. Der 47-Jährige hatte Horn im Vorjahr erstmals in die zweithöchste Spielklasse geführt. In dieser Saison schaffte Horn den Klassenerhalt ohne Probleme.

Der SV Horn hat zuvor das Niederösterreich-Duell gegen den SKN St. Pölten in der 32. Runde der Fußball-Erste-Liga mit 2:0 (1:0) gewonnen. Philipp Zulechner brachte die Heimischen am Freitag vor 1.650 Zuschauern in der Waldviertler Volksbank Arena mit seinem elften Saisontreffer voran (20.), Sandro Gotal sorgte nach der Pause für die endgültige Entscheidung (77.). St. Pölten-Kapitän Michael Popp sah in Minute 66 die Gelb-Rote Karte.

Kapfenberg und Vienna gewinnen

Kapfenberger SV ist auch in seinem 13. Frühjahrsspiel in der Fußball-Erste-Liga ungeschlagen geblieben. Der Bundesliga-Absteiger feierte am Freitag in der 32. Runde einen knappen 2:1-(0:0)-Erfolg im Steiermark-Duell mit dem TSV Hartberg. Drajan Jelic (87.) und Ralph Spirk (90.) sorgten im Franz-Fekete-Stadion erst in der Schlussphase für die Entscheidung. Juvhel Tsoumou (72.) hatte die Hartberger in Führung geschossen.

Die Vienna ist am Freitag in der 32. Runde der Fußball-Erste-Liga auf den sechsten Tabellenplatz geklettert. Die Wiener stellten ihre starke Frühjahrsform einmal mehr unter Beweis und gewannen das Auswärtsmatch gegen Fixabsteiger FC Lustenau verdient 2:1 (0:0).

Altach mühte sich zu 2:1-Heimsieg

Altach hat sich am Freitag in der 32. Runde der Fußball-Erste-Liga zu einem 2:1 (1:1)-Heimsieg gegen das abgeschlagene Schlusslicht Blau-Weiß Linz gemüht. Die in den jüngsten 19 Runden nur zweimal besiegten Vorarlberger wahrten damit ihre Chance auf Rang zwei, der ja aufgrund der Lizenzprobleme von Admira und Wacker Innsbruck theoretisch sogar zum Aufstieg reichen könnte.

Für die Linzer steht vier Runden vor Schluss nun auch rechnerisch fest, dass sie in die Relegation müssen. Allerdings dürfen auch die Oberösterreicher noch auf die eine oder andere nicht genehmigte Spiellizenz eines Konkurrenten hoffen.

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