Erste Leitlinien der neuen Museumsreform: Gratiseintritt für Kinder und Jugendliche

profil: Ministerin Claudia Schmied gewährt Einblicke Neue Invesititionen als "übergeordnete Anliegen"

Erste Leitlinien der neuen Museumsreform: Gratiseintritt für Kinder und Jugendliche © Bild: APA/Barbara Gindl

Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner aktuell erscheinenden Ausgabe berichtet, wird sich Kulturministerin Claudia Schmied im Rahmen der Museumsreform unter anderem für eine Expansion des Wiener Museums moderner Kunst einsetzen. Dies geht aus einem internen Thesenpapier hervor, das demnächst mit der Museumsdirektorenkonferenz debattiert werden wird.

"Innovative Projektförderungen" speziell für bildungspolitisch relevante Kunstvermittlungsunternehmungen sollen ebenso "zur Verfügung gestellt werden" wie ein grundsätzlicher Gratiseintritt in alle Bundesmuseen für Kinder und Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr. "Das ist die Sammlung Österreich, die aus Steuergeldern finanziert ist, das muss in der Basisabgeltung entsprechend kalkuliert werden", erläutert die Ministerin im Gespräch mit profil. Die Frage, woher das Geld für solche teuren Pläne kommen soll, beantwortet Schmied ausweichend: "Es gibt Prioritäten. Einzelne kulturpolitische Investitionen müssen außer Streit stehen, weil sie der Republik zugute kommen. Da darf es nicht um parteipolitisches Kalkül gehen. Das sind übergeordnete Anliegen."

Absage an Holding
Einer möglichen "Museumsholding" erteilt Schmied eine klare Absage. "Wir dürfen die einzelnen Häuser nicht mit zu viel Kontrolle belasten." Doppelgleisigkeiten im Museumsbetrieb gelte es jedoch zu vermeiden, so die Ministerin: "Mein wirksamstes Instrument wird immer die Ressourcensteuerung bleiben. Es gibt einen Budgetkuchen, der nur einmal gebacken und verteilt wird." Die von Schmied angestrebte Museumsreform soll im kommenden Herbst in einen "umfangreichen Maßnahmenkatalog" münden.

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