Erste-Hilfe Kurs für Verkehrssünder: Laut Kdolsky zusätzlich zur Nachschulung geplant

Untersuchung: Viele haben Angst Fehler zu machen Defizite sollen bei Nachschulungen geringer werden

Erste-Hilfe Kurs für Verkehrssünder: Laut Kdolsky zusätzlich zur Nachschulung geplant

In die Diskussion um eine Verschärfung der Verkehrsstrafen hat sich auch Gesundheitsministerin Kdolsky eingeschaltet. Sie forderte Erste-Hilfe-Wiederholungskurse für Lenker, denen wegen eines Verkehrsvergehens eine Nachschulung aufgebrummt wurde. Verkehrsminister Faymann und Innenminister Platter hatten sich zuvor darauf geeinigt, für Alkolenker härtere Strafen zu verhängen.

Künftig müssen demnach Lenker schon ab 0,5 Promille mit einer Nachschulung rechnen und beim zweiten Mal den Schein abgeben. Es sei davon auszugehen, dass es eine Zunahme an Nachschulungen geben werde, meint Kdolsky daher. Gerade bei Alkoholdelikten sei es sinnvoll, den verkehrspolitischen Aspekt mit dem gesundheitspolitischen Aspekt zu verknüpfen.

Kdolsky zitierte eine aktuelle Untersuchung, die das Bildungszentrum des Roten Kreuzes gemeinsam mit dem Kuratorium für Verkehrssicherheit durchgeführt hat. Dabei wurden 667 Personen bezüglich ihrer Erste-Hilfe-Kenntnisse befragt. 73 Prozent nannten die Angst vor Fehlern als Haupthindernis dafür, Erste Hilfe zu leisten. 13,4 Prozent gaben Unsicherheit als Barriere an.

Bei der Untersuchung zeigte sich auch, dass der letzte Erste-Hilfe -Kurs bei 41,1 Prozent der befragten Personen über zehn Jahre zurück lag. "Hier gibt es nachweislich einige Defizite, die wir auch im Rahmen von Führerschein-Nachschulungen wettmachen können", so Kdolsky.

(APA/red)