Erste Ermittlungsergebnisse: Bomben für Anschläge angeblich nahe Glasgow gebaut

Polizei sprengt bei Spital verdächtiges Fahrzeug London: Flughafen Stansted kurzzeitig geschlossen

Erste Ermittlungsergebnisse: Bomben für Anschläge angeblich nahe Glasgow gebaut

Die in den fehlgeschlagenen Attentatsversuchen in Großbritannien verwandten Sprengsätze sind nach Angaben aus Sicherheitskreisen in der Nähe von Glasgow hergestellt worden. Die "Bombenfabrik" befinde sich in der Nähe der schottischen Stadt, sagte ein Sicherheitsvertreter der Nachrichtenagentur AFP, ohne genauere Angaben zu machen.

Nach seinen Informationen stammten alle in den Fall verwickelten Verdächtigen aus dem Nahen Osten. Sie seien legal nach Großbritannien eingereist, um im Gesundheitswesen zu arbeiten. Die britische Polizei bestätigte unterdessen, dass es sich bei dem zweiten festgenommenen Arzt um einen Iraker handele. Er wurde wie ein festgenommener Mediziner aus Jordanien von den Ermittlern verhört.

Spezialeinheiten der Polizei sprengten auf dem Parkplatz des Royal Alexandra Hospitals in Paisley nahe Glasgow ein dort geparktes Fahrzeug. Nach Angaben eines Polizeisprechers stand das Fahrzeug im Zusammenhang mit dem Anschlagsversuch auf den Flughafen in Glasgow.

Hinweise auf versteckten Sprengstoff gab es demnach nicht, die Explosionen hätten es den Einsatzkräften lediglich ermöglicht, sich dem Auto zu nähern. Bereits am Sonntag war auf dem Parkplatz ebenfalls eine kontrollierte Explosion herbeigeführt worden. In dem Krankenhaus wird einer der schwer verletzten Attentäter behandelt, und der irakische Arzt arbeitete dort.

Flughafen Stansted kurzzeitig geschlossen
Unterdessen wurde der Flughafen Stansted im Norden von London nach einer zeitweiligen Schließung wegen eines "verdächtigen" Gepäckstücks wieder voll in Betrieb genommen. Alle britischen Flughäfen waren zuvor nach einer weiteren Sitzung des Notfallkabinetts COBRA erneut zu strengen Sicherheitsvorkehrungen aufgerufen worden. Fahrzeuge dürfen nicht mehr in die Nähe der Terminalgebäude kommen.

(apa/red)