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Erste Bewohnerin des Waldviertler Bärenwalds Arbesbach gestorben

"Liese" musste im Alter von 29 Jahren eingeschläfert werden

Der Bärenwald Arbesbach hat Abschied von seiner ersten Bewohnerin nehmen müssen: "Liese" musste im Alter von 29 Jahren eingeschläfert werden, teilte Vier Pfoten am Freitag mit.

Die laut Aussendung der Tierschutzorganisation "außergewöhnliche" Bärin hatte schon länger an einem bösartigen Tumor gelitten. In den vergangenen Tagen habe sie trotz Schmerzmedikation starke Schmerzen gehabt, nur sehr wenig Nahrung zu sich genommen und sich kaum mehr fortbewegen können.

Die 1988 in Slowenien geborene Bärin war in die Hände von Zirkusdompteuren geraten, die allerdings kurze Zeit später verschwanden und die Bärin in der Steiermark zurückließen. Gemeinsam mit ihrem Bruder "Vinzenz" landete "Liese" bei einer Privatfirma und fristete dann ihr Dasein als Touristenattraktion in einer 300 Quadratmeter kleinen Betongrube auf der Gemeindealpe bei Mitterbach. Nach dem Konkurs des Unternehmens trat Vier Pfoten auf den Plan und übernahm die Betreuung beider Tiere. Im September 1998 erfolgte die Übersiedlung in das damals neue Bärenschutzzentrum im Waldviertel, eine weitere Gefährtin im weitläufigen Gehege war "Brumca".

"Sie war zwar die kleinste Bärin, aber keineswegs scheu und vor allem sehr aktiv", sagte Indra Kley, Leiterin des Österreich-Büros von Vier Pfoten. Die Tierpfleger mochten sie auch aufgrund ihres sonnigen Wesens und ihrer Neugier gegenüber neuen Beschäftigungsmöglichkeiten, wodurch immer wieder drollige Fotoaufnahmen entstanden. "Liese" war auch Covergirl" von Bärenwald-Broschüren.

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