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Erotiktipps für Eltern

Wie man es schafft, dass das Liebesleben trotz Nachwuchs nicht komplett einschläft

Eltern mit Kindern im Bett © Bild: Thinkstock/Wavebreak Media

Das Dasein als Eltern und die große Leidenschaft - können die beiden nebeneinander existieren? Die Journalisten Birgitt Hölzel und Stefan Ruzas sagen "Ja!" und erklären auch gleich, wie das gehen soll.

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Fast alle Eltern kennen das Szenario. Sind erstmal Kinder da, dann gehört das Bett nicht mehr einem selbst. Spontane Liebesspiele? Lodernde Leidenschaft? Was war das noch mal? Stattdessen kriecht der Nachwuchs wie selbstverständich unter die Decke und belagert das Schlafzimmer. Und bleiben die lieben Kleinen doch mal in ihrem eigenen Bett, dann ist man eigentlich viel zu müde für Bettgeflüster. Dass mit dem Nachwuchs oft auch die Erotik einschläft, ist Fakt - und einer der ultimativen Beziehungskiller. Zwei Journalisten wollen nun Abhilfe schaffen.

Birgitt Hölzel und Stefan Ruzas (Spitzname: Liebling und Schatz) sind seit 17 Jahren verheiratet und haben zwei Kinder. In ihrem neuen Buch "Höchste Paarungszeit" geben sie zusammen mit dem Sexualtherapeuten Bernhard Moritz Tipps, wie man die Nachwuchsfalle umgehen kann. Die wichtigste Erkenntnis: "Unperfekter Sex ist besser als kein Sex!". NEWS.AT hat für Sie die Top-Tipps des Expertentrios:

1. Spielen Sie!
Es mag Ihnen anfangs mühsam erscheinen, doch das Switchen zwischen den Rollen (Mama/Papa vs. Frau/Mann) zahlt sich aus. Am besten gelingt dies, indem man wieder eine ungezwungene Verspieltheit in den Alltag einfließen lässt. Necken Sie sich und seien Sie mal so richtig kindisch!

2. Gelegenheit macht Liebe
Ungestörte Momente wollen genutzt werden! Wenn das Kind mal länger schläft, auf einer Geburtstagsparty ist oder bei Freunden übernachtet, sollten Sie diese Zeit nicht mit To-Dos vollstopfen. Bügelwäsche und das ungeputzte Auto warten auf Sie und die Lieblingsserie kann man aufzeichnen. Seien Sie flexibel und tun Sie "es" einfach! Was passiert, wenn Ihr Liebling aufwacht oder früher nach hause kommt? Gar nichts! Dann hört man halt wieder auf - no big deal!

3. Neue Liebesplätze finden
Wenn die Kinder regelmäßig das Schlafzimmer (oder die ganze Wohnung) belagern, lohnt sich ein wenig Kreativität. Sie gießen bei Freunden die Blumen, während diese auf Urlaub sind? Keine falsche Scham, ein Quickie tut den Verreisten nicht weh! Oder mieten Sie sich in einem ansprechenden Stundenhotel ein. Und nichts spricht dagegen, am Heimweg mal das Auto auf einem verlassenen Parkplatz abzuparken und eine schnelle Nummer zu schieben. Egal, wie Sie es machen: Wichtig ist, sich einfach mal zum Sex außerhalb der eigenen vier Wände zu verabreden. Das hebt die Spannung!

4. Dirty Talking hilft
Anzügliche Worte per Sms, frivole Gedanken per Mail - integrieren Sie erotische Kommunikation in Ihren Alltag! Solche reizvollen Nachrichten können die Lust anheizen und den Alltag positiv unterbrechen. Im Idealfall dienen Sie als Vorfreude auf ein Stelldichein. Sie helfen aber auch, sich selbst und den anderen wieder als sexuelles Wesen wahrzunehmen.

5. Nicht sparen im Urlaub
Urlaube waren vor den Kindern animierend? Sie sollten es auch jetzt noch sein! Sobald die Kids nicht mehr Ihre Rundumversorgung brauchen, zahlt es sich aus, statt eines Familienappartments zwei Zimmer im Hotel zu nehmen. Dann gehört das Badezimmer und das fremde Bett ganz Ihnen... Wenn das nicht möglich ist, dann ziehen Sie sich am besten antizyklisch zurück. Die Kinder toben im Stall herum oder sind im Skikurs? Dann haben Sie freie Bahn!

6. Gehen Sie auf Zeitreise
Sie hätten die Möglichkeit, sich Zeit freizuschaufeln, aber einfach keine Lust? Dann gehen Sie auf Zeitreise! Besuchen Sie die Anfänge Ihrer Beziehung. Denken Sie daran, wie es war, als Sie nicht genug voneinander bekommen konnten. Gibt es Orte, mit denen Sie erotische Erinnerungen verbinden? Etwa eine spezielle Umkleidekabine, ein Tretboot, Treppenhäuser oder ein besonderes Hotel? Vielleicht können Sie sich ja dort wieder mit Ihrem Partner verabreden und die alten Zeiten Ihre Lust beflügeln lassen.

7. Sie sind mehr als nur Mama & Papa - ziehen Sie sich auch so an!
Mit den Kindern am Spielplatz rumturnen oder das Gewand von vier Familienmitgliedern wegbügeln - keine Frage, in solchen Situationen sind bequeme Hosen und sportliche Unterwäsche die richtige Wahl. Viele Eltern verfallen jedoch in eine Anziehroutine, die sie auch optisch zu Mama und Papa macht. Lassen Sie sich nicht gehen! Ziehen Sie einfach mal für einen Fernsehabend die schönen Dessous an! Schlüpfen Sie fürs Abendessen in ein schickes Hemd. Und gehen Sie beim Friseur nicht immer nur davon aus, welcher Schnitt praktisch ist und "schnell geht".

8. Nutzen Sie Ihre Kontakte (aus)
Sie bekommen Besuch vom Lieblingsonkel? Dann lassen Sie ihn doch gemeinsam mit Ihren Kids in den Zoo oder ins Kino gehen. Sie müssen nicht überall dabei sein und schaufeln sich so zwei, drei Stunden frei. Ein gutes Arrangement kann man auch mit befreundeten Paaren treffen. Einmal nehmen diese Ihre Kids auf einen Ausflug mit, beim nächsten Mal sind Sie dran. Das macht auch Ihrem Nachwuchs Freude!

9. Definieren Sie Sex neu
Ja, früher wackelte das Bett bis zum Umfallen. Wer auch mit Kindern genau diesen Anspruch an sein Sexleben hat, macht sich selbst keinen Gefallen. Wichtiger ist es, Erotik auszuleben - und dafür muss man nicht bis zum Äußersten gehen. Sich nebeneinander zu legen, sich zu spüren, Berührungen zu genießen: all das sorgt dafür, sich als Frau und Mann wahrzunehmen. Wer dabei nicht zu viel Druck ausübt, sondern wirklich genießt, der legt die Basis dafür, dass die Lust auf mehr bleibt oder wiederkommt.

10. Nehmen Sie es mit Humor
Nichts ist schlimmer, als zu verbissen an die Sache ranzugehen. Im Stil von: "Wir haben eine freie halbe Stunde, jetzt muss was gehen! Sofort!" Setzen Sie lieber auf die Wirkung der Vorfreude - und nehmen Sie es gelassen, wenn Sie doch unterbrochen oder gestört werden. Hauptsache, Sie lassen keine verkrampfte Stimmung aufkommen. Die ist nämlich ein größerer Erotikkiller als Ihr lieber Nachwuchs.

Höchste Paarungszeit
© Südwest Verlag

Mehr zum Thema in "Höchste Paarungszeit" von Liebling & Schatz, erschienen bei Südwest, 15,50 €

Kommentare

Cynthia Gill

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