Fakten von

Ernteausfälle in Südafrika verknappen Orangen-Angebot in Europa

Zu trockene Wetterbedingungen - Höhere Preise drohen

Wegen Lieferengpässen beim wichtigen Orangen-Produzenten Südafrika drohen den Verbrauchern in Europa Preiserhöhungen für die populäre Saisonfrucht. Südafrika, das als weltweit drittgrößter Orangen-Exporteur gilt, hat vor allem wegen ungünstiger Wetterbedingungen in mehreren Teilen des Landes zwischen 30 und 50 Prozent Ernteeinbußen erlitten.

"Wir erleben aktuell eins der schlimmsten Jahre seit Bestehen unseres Unternehmens", sagte Snyman Kritzinger von der Genossenschaft Grown4u in der Ostkap-Provinz. Er schließt angesichts des knappen Angebots Preissteigerungen nicht aus. Auch bei der Groß-Kooperative SRCC im Sundays River Valley gibt es ähnliche Schätzungen - sie verschifft jährlich drei Millionen 15-Kilo-Kisten Orangen in die EU und andere Märkte.

In der Westkap-Provinz rund um Kapstadt klagen die Obstbauern über extreme Trockenheit. Fällt in den nächsten Monaten kein ergiebiger Regen, drohen weitere Ausfälle. "Wir hatten sehr trockene Wetterbedingungen zu Beginn der Ernte", sagt Paul Hartmann vom südafrikanischen Verband der Zitrusfrüchte-Anbauer. Es habe aber Zuwächse bei der Menge der in guter Qualität geernteten Zitronen und Grapefruit-Früchte gegeben.

Kommentare