Ernstes Bedrohungsniveau: Großbritannien erwägt Soldaten-Schutz für Energieanlagen

Sprecher: Keine Reaktion auf konkrete Bedrohung Al Kaida könnte Anschläge auf Pipelines planen

Das britische Innenministerium erwägt, wichtige Anlagen zur Energieversorgung durch die Streitkräfte schützen zu lassen. Ein Sprecher des Ministeriums betonte allerdings, damit reagiere man nicht auf eine konkrete Bedrohung.

"Das allgemeine Bedrohungsniveau dieses Landes hat sich nicht geändert. Es ist nach wie vor 'ernst'", so der Sprecher. Es sei daher aber wichtig, alle möglichen Optionen zum Schutz der Infrastruktur für die Öl-, Gas- und Elektrizitätsversorgung zu prüfen. Das Ministerium bestätigte damit einen Bericht der Zeitung "News of the World", die über die Prüfung eines solchen Vorhabens berichtete.

Nach Angaben des Blattes sollen Soldaten eine Gaspipeline im ostenglischen Bacton sowie Öl- und Gasanlagen in Nordengland, Nordschottland und an der englischen Südküste schützen. Etwa ein Viertel des englischen Gases durchläuft die Anlage in Bacton. Die Zeitung berichtete zudem, die Überlegungen folgten auf Erkenntnisse des britischen Inlandsgeheimdienstes MI5, wonach das Terrornetzwerk Al Kaida einen Anschlag auf diese Anlagen geplant habe. (apa)