Erneute Panne im tschechischen AKW:
Temelin-Sprecher bestätigt Zwischenfall

Österreich erst sechs Tage nach Vorfall informiert Undichtes Regulationsventil bereits repariert worden

Erneute Panne im tschechischen AKW:
Temelin-Sprecher bestätigt Zwischenfall © Bild: APA/EPA/Veis

Im südböhmischen Atomkraftwerk Temelin ist bereits am vergangenen Mittwoch, dem 7. Jänner, ein Leck im nuklearen Primärkreislauf aufgetreten. Das teilte die Sprecherin von Umweltminister Nikolaus Berlakovich, Doris Ostermann, mit. Österreich sei erst am heutigen Dienstag über den Zwischenfall im Reaktorblock 2 informiert worden.

Temelin-Sprecher Marek Svitak hat indes bestätigt, dass es zu einer Panne gekommen ist. Es habe sich um "kein Leck", sondern um einen "erhöhten Zufluss" von Kühlwasser in die Sammelbecken gehandelt. Das Wasser sei nicht aus dem geschlossen Bereich der Anlage ausgetreten. Das undichte Regulationsventil sei bereits repariert worden, so Svitak.

AKW-Gegner schlagen Alarm
Die Informationspolitik Tschechiens über die Panne im Primärkreislauf des umstrittenen Atomkraftwerks Temelin ist von AKW-Gegnern, den Grünen und dem BZÖ kritisiert worden. "Die jüngsten Vorgänge rund um das AKW Temelin sind ein weiterer Beweis dafür, wie groß die Sicherheitsrisiken rund um die Atomkraft sind", erklärte die Umweltsprecherin der Grünen, Christiane Brunner, in einer Aussendung. "Dies sollte allen Befürwortern der Wiederinbetriebnahme von Bohunice eine Warnung sein." (apa/red)