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Erneut Bürgermeister in Mexiko getötet

Stadtoberhaupt erhielt Drohungen von kriminellen Organisationen

In Mexiko ist erneut ein Bürgermeister getötet worden. Ambrosio Soto aus der Gemeinde Pungarabato in der südlichen Unruheregion Guerrero wurde am Sonntag in der Früh auf einer Landstraße erschossen, wie seine Partei mitteilte. Soto hatte zuvor Drohungen von kriminellen Organisationen erhalten.

Bei dem Angriff in dem an dem Bundesstaat Michoacan angrenzenden Ort starb laut einem Behördensprecher auch der Fahrer. Vier Polizisten, die den Bürgermeister beschützen sollten, wurden demnach verletzt. Die Region gilt als Hochburg von mehreren Drogenkartellen.

Die oft von Verbrecherbanden kontrollierten Provinzen Mexikos sind ein gefährliches Pflaster für lokale Politiker. Im Jänner war eine Bürgermeisterin im Temixco im Zentrum des Landes nach nur einem Tag im Amt erschossen worden.

Erst am Samstag war während eines Protestes von aufgebrachten Bürgern in Mexiko ein Bürgermeister getötet worden. Domingo Lopez Gonzalez und einer seiner Begleiter seien in der indigenen Gemeinde San Juan Chamula von Unbekannten erschossen worden, teilte die Staatsanwaltschaft des Bundesstaates Chiapas mit. Die genauen Motive dieser Tat waren jedoch zunächst unklar. In der Gemeinde hatte es Konflikte zwischen Anwohnern und demonstrierenden Lehrern gegeben.

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