Ermittlungen gegen Ötsch und Michaelis: Insider-Geschäfte in der AUA-Führung?

Staatsanwaltschaft fordert jetzt Stellungnahme ein AUA blickt jedoch Ermittlungen gelassen entgegen

Ermittlungen gegen Ötsch und Michaelis: Insider-Geschäfte in der AUA-Führung? © Bild: APA

Die Staatsanwaltschaft Wien hat auf die Anfang Juni von Anwalt und AUA-Aktionär Meinhard Novak eingebrachte Anzeige gegen AUA-Chef Alfred Ötsch und Aufsichtsratspräsident Peter Michaelis reagiert und nun Ermittlungen aufgenommen. Der Vorwurf lautet auf Verdacht der Weitergabe von Insider-Informationen.

Staatsanwalt Hans-Christian Leiningen-Westerburg fordert Ötsch und Michaelis zunächst auf, eine Stellungnahme zu den Vorwürfen abzugeben. Was dann geschieht, stehe derzeit noch nicht fest, heißt es seitens der Staatsanwaltschaft.

Weitergabe und Verschleierung
Der Vorwurf lautet auf Verdacht der Weitergabe von Insider-Informationen, der Bevorzugung einzelner Aktionäre sowie des Verstoßes gegen den § 255 Aktiengesetz - unrichtige Weitergabe, Verschleierung oder Verschweigung von unternehmensrelevanten Ereignissen in der Hauptversammlung. Es gilt für beide die Unschuldsvermutung.

Die Staatsanwaltschaft habe zuvor neuerlich Post in der Causa bekommen. Anwalt Novak bittet darin die Staatsanwaltschaft die AUA-Vorstände zu befragen, warum Anwalt Ewald Weninger, der zuletzt die AUA-Hauptversammlung 2006 begleitete, jetzt "ein Mandat der AUA zu anwaltlichen Betreuung der klagsgegenständlichen Hauptversammlung bzw. Kapitalerhöhung abgelehnt hat."

AUA gelassen
"Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass die Ablehnung des Mandats aus Gründen erfolgte, welche Inhalt der Anfechtungsklage sind", heißt es im Schreiben. Die AUA ließ ausrichten, dass sie den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft "sehr gelassen entgegen sehe", so die Zeitung.